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Unwetter in Japan:Mehr als 180 Verletzte durch Taifun "Jelawat"

Ein heftiger Tropensturm hat im Süden und Westen Japans gewütet. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt. In Zehntausenden Haushalten fiel der Strom aus.

Meterhohe Wellen, starker Wind, heftiger Regen: In Japan hat in der Nacht zum Montag ein Taifun gewütet. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, als der Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 126 Kilometern pro Stunde über den Süden und Westen des Landes hinwegfegte.

Ein 29-jähriger Mann wurde dem Fernsehsender NHK zufolge in Okinawa im Süden Japans von den Wellen fortgespült, in Mie in Zentraljapan ertrank ein 56-Jähriger. Mehr als 180 weitere Menschen wurden demnach bei dem schweren Unwetter verletzt.

In der Millionenstadt Nagoya drohte am Sonntagabend ein Fluss über die Ufer zu treten; mehr als 50.000 Menschen wurden aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Auch in der nördlichen Stadt Ishinomaki, die im vergangenen Jahr von dem schweren Tsunami getroffen worden war, forderten die Behörden mehr als 10.000 Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Allein in der Präfektur Shizuoka sei der Strom in etwa 90.000 Haushalten ausgefallen. Zahlreiche Flüge und Zugverbindungen mussten in mehreren Teilen des Landes gestrichen werden.

In der Nacht zog der Taifun Jelawat in Richtung der Hauptstadt Tokio weiter. Dabei schwächte er sich nach Angaben der Wetterbehörden ab und erreichte nur noch Windgeschwindigkeiten von 108 Kilometern pro Stunde. Dutzende Züge fielen dennoch aus, viele Geschäfte blieben geschlossen. Mehrere zehntausend Häuser waren vorübergehend ohne Strom.

© Süddeutsche.de/dapd/dpa/AFP/jobr/bero

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