Tattoos eines Ex-NazisMit Haut und Hakenkreuz

16 Jahre lang war Bryon Widner einer der führenden Köpfe der US-Neonazi-Szene. Stolz trug er seine Gesinnung für jeden sichtbar zur Schau. Dann entschließt er sich zum Ausstieg: Doch um eine Chance auf Resozialisierung zu haben, müssen seine rassistischen Tätowierungen aus dem Gesicht entfernt werden. Die Bilder einer Rückverwandlung.

16 Jahre lang ist Bryon Widner einer der führenden Köpfe der US-Neonazi-Szene. Stolz trägt er seine Gesinnung für jeden sichtbar zur Schau. Doch um eine Chance auf Resozialisierung zu haben, müssen seine rassistischen Tätowierungen aus dem Gesicht entfernt werden. Die Bilder einer Rückverwandlung.

Hass und Gewalt. Diesen Werten hat sich Bryon Widner 16 Jahre lang verschrieben, für jeden erkennbar: In schwarzer und roter Tinte ist seine menschenverachtende Lebensphilosophie in seine Haut eingraviert. Wenn er zuschlägt, bekommen die Gegner seinen Hass nicht nur zu spüren, sondern auch zu sehen: "Hate" (Hass) steht auf den Fingern seiner rechten Hand, ein Buchstabe pro Finger. Auf seiner Brust hat er den Namen des rechtsextremen Netzwerkes "Blood and Honour" (Blut und Ehre) in alter Frakturschrift tätowiert, dazwischen prangt eine Triskele, ein Symbol vieler (Neo-)Nazi-Organisationen, ähnlich dem Hakenkreuz.

Bild: AP 27. Oktober 2011, 14:492011-10-27 14:49:20 © sueddeutsche.de/jobr/sks/bgr