Kriminalität in Spanien Sexbande zwingt Schülerinnen zu Prostitution

Die spanische Polizei hat eine Sexbande ausgehoben, die mindestens 20 Schülerinnen zur Prostitution gezwungen haben soll. Es ist der zweite Sex-Skandal innerhalb weniger Tage, der das Land erschüttert.

Die spanische Polizei ist einer Sexbande auf die Schliche gekommen, die mindestens 20 Schülerinnen zur Ausübung der Prostitution gezwungen haben soll. Vier mutmaßliche Mitglieder der kriminellen Organisation seien festgenommen worden, teilte die Zivilgarde mit. Zwei weitere seien noch auf freiem Fuß.

Zudem sei kinderpornografisches Material sichergestellt worden. Die Bandenmitglieder hätten die 14 bis 17 Jahre alten Opfer in der Autonomen Region Valencia im Osten des Landes nach dem Unterricht direkt von der Schule abgeholt, hieß es.

Die Mädchen seien gezwungen worden, in einem zum Luxusbordell umfunktionierten Haus Geschlechtsverkehr mit Erwachsenen zu haben. Die Mädchen hätten ausgesagt, dass sie sich nicht freiwillig prostituiert hätten. Sie hätten Geld, Drogen und Geschenke bekommen. Für die Anwerbung von Schulkameradinnen seien sie belohnt worden. Einige der Mädchen wurden den Angaben zufolge seit Jahren sexuell ausgebeutet.

Es ist der zweite Prostitutionsskandal innerhalb weniger Tage, der Spanien erschüttert. Erst am Freitag hatte die spanische Polizei mitgeteilt, einen Ring von Zuhältern zerschlagen zu haben, die auch Minderjährige zur Prostitution gezwungen haben sollen. Im nordöstlichen Katalonien wurden neun Verdächtige aus Rumänien, Spanien und Marokko festgenommen. Diese sollen seit dem Jahr 2002 mehr als 200 Frauen in die Prostitution gedrängt haben. Unter den mehrheitlich rumänischen Opfern waren demnach mindestens vier Minderjährige und eine behinderte Frau.