Prozess am Landgericht Lübeck:Missbrauch beim Schlafwandeln?

Prozess am Landgericht Lübeck: Der angeklagte Philipp M. soll möglicherweise schlafwandelnd seinen Sohn missbraucht haben.

Der angeklagte Philipp M. soll möglicherweise schlafwandelnd seinen Sohn missbraucht haben.

(Foto: Marcus Brandt/dpa)

In Lübeck steht ein ehemaliger Staatsanwalt wegen schweren sexuellen Missbrauchs seines Sohnes vor Gericht. Der Vater will sich an nichts erinnern können. Und so geht es im Prozess um die Frage seiner Schuldfähigkeit.

Von Jana Stegemann

Es ist das erste Mal im Leben von Philipp M., dass der ehemalige Staatsanwalt auf der Anklageseite sitzt. Die Vorwürfe gegen ihn wiegen schwer: Er soll in der Nacht vom 27. März 2019 seinen damals achtjährigen Sohn, mit dem er in einem Bett geschlafen hat, sexuell missbraucht haben. Der Junge hat sich am Morgen danach der Mutter anvertraut, diese konfrontiert ihren Ehemann mit den Erzählungen des Sohnes. Philipp M. sagt, er glaube seinem Sohn den Missbrauch, aber er selbst könne sich nicht erinnern - er habe geschlafwandelt.

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