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Religion - Hannover:Förderung jüdischer Gemeinden um zwei Millionen Euro erhöht

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Hannover (dpa/lni) - Die Landesregierung erhöht die Förderung zum Schutz jüdischen Lebens um zwei Millionen Euro - wie vom Landtag nach dem antisemitischen Anschlag von Halle beschlossen. Die Förderung des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden werde um 1,6 auf rund 4,2 Millionen Euro erhöht, die des Landesverbandes Israelitischer Kultusgemeinden von Niedersachsen um 400 000 Euro auf rund 827 000 Euro, teilte die Landesregierung nach einem Kabinettsbeschluss am Dienstag mit. Die in diesem Jahr getätigte Erhöhung soll von 2021 dauerhaft gezahlt werden. Mit der Angleichung der Landesleistungen wird der Weiterentwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Niedersachsen Rechnung getragen.

Allerdings war es nach dem Terroranschlag von Halle, der der Synagoge der Stadt gelten sollte, auch der Wunsch gewesen, den jüdischen Gemeinden mehr Hilfe für die Sicherung ihrer Einrichtungen zu geben. Knapp 8000 Mitglieder sind in den jüdischen Gemeinden in Niedersachsen registriert. Die Statistik bildet aber nicht die Gesamtzahl der im Bundesland lebenden Juden ab, weil sich nicht jeder bei einer Gemeinde registriert. Das mit Abstand größte Zentrum jüdischen Lebens in Niedersachsen ist Hannover, gefolgt von Osnabrück und Braunschweig.

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