bedeckt München

Promis der Woche:Alte und neue Social-Media-Stars

Promis der Woche 22.10.2020

Kim Kardashian nutzt ihren Geburtstag zum Geldverdienen, Gerhard Schröder gibt auf Instagram Tipps zum Mädchenärgern und Harry und Meghan gehen online. Oder auch nicht.

Geldverdienen am Geburtstag

Kim Kardashian alias Mrs. Everywhere hat in dieser Woche 40. Geburtstag gefeiert. Kritiker sagen, sie sei vor allem dafür berühmt, ein Star zu sein. Aber die Frau ist eben nicht nur Reality-Darstellerin, sondern auch eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau, ihr Vermögen kratzt laut Forbes an der Eine-Milliarde-Dollar-Marke, erst im März war sie Gast im Weißen Haus. Ihren Geburtstag nutzte sie deshalb nicht nur für eine Überraschungsparty, sondern natürlich auch, um Geld zu verdienen. Mit ihrem Unterwäsche-Label Skims brachte sie eine Kollektion von Velours-Anzügen auf den Markt, die in den frühen Nullerjahren angesagt waren.

Kim Kardashian

Reich: Kim Kardashian.

(Foto: Jennifer Graylock/picture alliance/dpa)

"Perfekt, wenn man heiß aussehen und trotzdem etwas Gemütliches tragen will", schrieb Kardashian in einer Mail an die US-Ausgabe der Zeitschrift Vogue. Auch die Kampagne für die Kollektion ist ein Déjà-vu: Kardashian konnte dafür ihre Nullerjahre-Busenfreudin Paris Hilton gewinnen, deren Assistentin sie nach ihrem Highshool-Abschluss 1998 wurde, bevor sie mit ihren Schwestern selbst einen Modeladen eröffnete. Ein erster Schritt zu den zahlreichen Marken, die sie heute vertritt. Kardashians Make-up-Sparte brachte an ihrem Geburtstag ebenfalls eine neue Linie heraus, und zwar exakt zu ihrer Geburtszeit um 10.46 Uhr. Hoffentlich blieb da noch Zeit zum Feiern.

Kecker Ex-Kanzler

Gerhard Schröder ist dank seiner fünften Frau mittlerweile auch so etwas wie ein Instagram-Star. Ob er damit auch reich wird? Eher nicht, es sei denn, hinter ihm steht ein heimlicher Sponsor für Schaf-Hausschuhe oder Hagebuttentee. Erst kürzlich hatte Schröder-Kim So-yeon ein Foto hochgeladen, das ihren Mann bei der Tomatenernte auf der heimischen Terrasse in Hannover zeigt. Sein paprikagelber Pullover lenkt von einem extravaganten Detail ab: Der ehemalige Regierungschef trägt auf dem Foto graue Filzpantoffeln mit Schäfchen auf den Spitzen.

Frech: Gerhard Schröder

(Foto: Soyeon Schröder-Kim/Instagram, Screenshot: SZ)

Optisch bleibt sich der Altkanzler auch im neuesten Instragram-Auftritt auf dem Kanal seiner Gattin treu - er scheint Oberteile in dunklem Gelb einfach zu mögen. Politisch fühlte er sich ja eher zu Grün hingezogen, aber das ist auch eine Weile her. Nun gibt er lieber Tipps zum Mädchenärgern. In dem Video kommt der 76-Jährige mit einer Vase voller Hagebutten ins Zimmer und unterrichtet seine Ehefrau: "Du, das sind Hagebutten. Das sind Herbstpflanzen, die sehr witzig sind." Aus den Früchten könne man "guten Tee" machen. Vor allem aber könne man daraus Juckpulver machen. "Das haben wir immer den Mädchen in den Nacken gestreut." Auf die Frage seiner Frau, warum, antwortet Schröder: "Weil wir sie ärgern wollten, natürlich."

Gleich und gleich spaziert gern

Social-Media-Star ist Friedrich Merz noch längst nicht, eher CDU-Kandidat alter Schule, der gelegentlich via Twitter ein Statement in die Welt schickt. Auch modisch fehlt noch ein Stückchen zu Schröders Aufmüpfigkeit: Meist trägt der 64-Jährige Anzug und Hemd. Jüngst hatte Ehefrau Charlotte öffentlich gemacht, dass ihr Mann immerhin selbst bügele. Ansonsten setzt das Paar auf Funktionslook, gerne auch den gleichen, wie man nun in einem Interview sehen konnte.

Ähnlich: Friedrich und Charlotte Merz.

(Foto: RTL, Screenshot: SZ)

Der Kandidat für das Amt des CDU-Vorsitzenden und die Direktorin des Amtsgerichts Arnsberg trugen bei einem Spaziergang in Altenhellefeld im Sauerland, auf dem sie von einer RTL-Reporterin begleitet wurden, fast identische dunkelblaue Jacken (sie ein Frauen-, er ein Männermodell) und beide Jeans. Zu unterscheiden waren die Eheleute, die seit 40 Jahren verheiratet sind, lediglich an Frau Merz' Accessoires: einem getüpfelten Halstuch sowie Nagellack und Lippenstift. Wer das Outfit ausgesucht hatte, ist nicht bekannt.

Soziales Paar

Modisch über alle Zweifel erhaben sind Harry und Meghan. Der Abschied aus dem Königshaus glich einer farbenfrohen Hollywood-Inszenierung- sie in Grün, Blau, Rot, er in seiner Paradeuniform. Inzwischen lebt das Paar in Amerika und arbeitet offenbar nicht nur an einer gemeinnützigen Organisation, deren Webseite nun online gegangen ist, sondern auch an den Altgriechisch-Kenntnissen der Fans. Der hochtrabende Name der Seite: Archewell - angelehnt an den Vornamen von Söhnchen Archie. Zudem ist auf der Webseite eine Definition des Wortes "Arche" als Quelle des Handelns und "Well" als reichhaltige Quelle oder Versorgung angegeben.

Prinz Harry und Herzogin Meghan

Online: Prinz Harry und Herzogin Meghan.

(Foto: Chris Jackson/dpa)

Auf der schlicht gehaltenen Seite in Beige und Schwarz werden Nutzer zudem eingeladen, sich per E-Mail zu registrieren, um Neuigkeiten zu erfahren. Als Kontakt ist eine postalische Anschrift in Los Angeles angegeben. Weitere Informationen waren nicht verfügbar. Allein das Vorhandensein der Webseite genügte aber wohl schon für einen digitalen Aufruhr - jedenfalls war archewell.com am Donnerstagvormittag vorübergehend nicht erreichbar. Da kann höchstens eine Kardashian mithalten.

Ebenbild aus Plastik

Nicht nur Kim Kardashian, auch Claudia Schiffer feierte zuletzt runden Geburtstag, den 50. Zehn Jahre machen aber offenbar viel aus, das Supermodel ist in einer Zeit berühmt geworden, als es Social Media noch nicht gab. Inzwischen hat sie natürlich auch einen Instagram-Account und immerhin 1,4 Millionen Abonnenten. Dort präsentierte sie zuletzt ein Video von sich und ihrem Ebenbild aus Plastik.

Puppenhaft: Claudia Schiffer.

(Foto: Mattel)

Der Spielzeugkonzern Mattel brachte anlässlich ihres runden Geburtstages am 25. August leicht verspätet eine Claudia-Schiffer-Barbie heraus, inklusive zweier berühmter Laufsteg-Outfits: einer blauen Versace-Robe aus der Herbst/Winter-Kollektion 1994 und eines schwarzen Netzkleides aus der Frühjahrskollektion der Marke Balmain von 2016. Auch andere Prominente wurden schon zur Barbie gemacht, so zum Beispiel Marilyn Monroe, David Bowie, Sylvie Meis oder Frida Kahlo. Die Plastik-Schiffer gibt es nicht zu kaufen.

© SZ/mkoh/afis/nas
Zur SZ-Startseite

SZ PlusFehlgeburten
:"Als hätte es das Baby nie gegeben"

Schwangerschaften sind längst zum Instagram-Ereignis geworden. Doch was passiert bei Komplikationen? Chrissy Teigen geht damit offen um. Über Trauer in sozialen Medien und die Frage: Wie nimmt man Abschied?

Von Anna Fischhaber und Felicitas Kock

Lesen Sie mehr zum Thema