Britisches Königshaus:Prinz Andrew muss Titel abgeben

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Britisches Königshaus: Prinz Andrew, hier in einer Militäruniform

Prinz Andrew, hier in einer Militäruniform

(Foto: John Thys/AFP)

Nach Missbrauchsvorwürfen entzieht die Queen ihrem Sohn auch seine militärischen Dienstgrade.

Prinz Andrew muss nach Missbrauchsvorwürfen seine militärischen Titel und Schirmherrschaften abgeben. Das teilt der Buckingham-Palast mit. Die Titel gingen "mit der Zustimmung der Königin" zurück. Andrew darf sich nicht länger "königliche Hoheit" nennen, wie die BBC unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle aus dem Umfeld des Palastes schreibt.

Nach Angaben des Palastes werde der Duke of York nicht länger öffentliche Ämter übernehmen und sich "als privater Bürger" verteidigen. Er sieht sich im Zusammenhang mit dem Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs konfrontiert.

Die US-Amerikanerin Virginia Giuffre wirft Andrew in einem Zivilverfahren in den USA vor, sie als Minderjährige mehrfach missbraucht zu haben. Sie gibt an, zuvor Opfer eines von dem US-Multimillionär Jeffrey Epstein und seiner Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell aufgebauten Missbrauchsrings geworden zu sein. Maxwell war erst vor Kurzem von einem Gericht in einem US-Strafverfahren in mehreren Punkten schuldig gesprochen worden und muss mit einer langen Haftstrafe rechnen. Epstein nahm sich 2019 in Untersuchungshaft das Leben. Andrew streitet alle Vorwürfe kategorisch ab.

Die Anwälte des 61 Jahre alten Prinzen hatten bis vor kurzem gehofft, die Klage noch abwenden zu können. Doch die Einwände von Andrews Verteidigern lehnte der Richter des New Yorker Gerichts am Mittwoch ab. Sollte es nun nicht noch zu einer außergerichtlichen Einigung kommen, steht Andrew ein Prozess bevor.

Mehr als 150 britische Militärveteranen hatten die Queen am Donnerstag in einem offenen Brief aufgefordert, Prinz Andrew von seinen Rollen im Militär zu entbinden, da er den mit den Dienstgraden verbundenen hohen Standards an ehrenhaftes Verhalten nicht gerecht geworden sei. "Wäre dies irgendein anderer ranghoher Militäroffizier, wäre es indiskutabel, dass er noch im Amt wäre", hieß es in dem Schreiben.

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