Regierungsmaschine:Die Politik und ihre Pannenflieger

Immer wieder gibt es Pannen mit den Regierungsflugzeugen: Mal erwischt es den Außenminister, mal sogar die Kanzlerin. Eine Übersicht.

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Außenminister Maas im 'Camp Castor'

Quelle: dpa

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Er ist in einem Jahr sieben Mal um die Welt gereist - immer pannenfrei. Doch jetzt hat es auch Außenminister Heiko Maas erwischt. Nach seiner fünftägigen Westafrika-Reise konnte Maas wegen eines Hydraulikschadens an seiner Mittelstreckenmaschine vom Typ A319 am Donnerstagabend nicht wie geplant von der malischen Hauptstadt Bamako zurück nach Berlin fliegen. Eine Ersatzmaschine ist am Freitagmorgen am Flughafen Köln/Bonn gestartet, um Maas und seine Delegation abzuholen. Die Maschine soll um 15 Uhr in Mali landen und den Verteidigungsminister mit 19 Stunden Verspätung zurück nach Berlin fliegen. Maas ist nicht das einzige Regierungsmitglied, dessen Reisepläne durcheinandergeworfen wurden:

Merkel muss Flug zum G20 Gipfel abbrechen

Quelle: Jörg Blank/dpa

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Angela Merkel wollte im November 2018 eigentlich nach Buenos Aires fliegen, kam aber nur bis Köln. Eine "ernsthafte Störung", wie Merkel selbst sagte, hatte zu der ungeplanten Landung geführt. Die Kanzlerin verbrachte die Nacht im Hotel und reist nun verspätet per Linienflug zum G-20-Treffen.

Bundespräsident Steinmeier in Südafrika

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unternahm kürzlich mit seiner Frau Elke Büdenbender eine Reise nach Südafrika. Wegen eines technischen Defekts an der anderen A340 - der Theodor Heuss - kam es zu Verzögerungen, Steinmeier und Büdenbender konnten die Reise aber fortsetzen.

Jahresrückblick 2018

Quelle: dpa

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Olaf Scholz, der deutsche Finanzminister (hier bei einem Termin in Berlin), dürfte sich an einen Vorfall erinnert haben, der erst sechs Wochen zurückliegt.

Airbus ´Konrad Adenauer"

Quelle: dpa

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Als Scholz Mitte Oktober auf einer Tagung des Internationalen Währungsfonds weilte, konnte er nicht wie geplant mit der Konrad Adenauer zurückfliegen. Die Maschine blieb am Flughafen von Denpasar stehen, weil Nagetiere sie lahmgelegt hatten. Mäuse oder Ratten waren in den geparkten Airbus gelangt und hatten wichtige Kabel angeknabbert. Scholz flog per Linie zurück.

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Quelle: AFP

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Steinmeier kennt solche Vorfälle. 2016 war er, damals noch Außenminister, auf dem Weg zu einem G-7-Treffen in China gestrandet. Grund auch hier: Ein technischer Defekt an der Regierungsmaschine Konrad Adenauer. Das Bild zeigt Steinmeier bei einer Gedenkveranstaltung mit den G-7-Kollegen im japanischen Hiroshima. Was verdeutlicht: Steinmeier ist bei dem Treffen schlussendlich doch noch angekommen.

Horst Köhler bei Verleihung des Gelben Engels, 2010

Quelle: lok

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Schlechter erging es Steinmeiers Vorvorvorgänger im Amt des Bundespräsidenten, Horst Köhler. Der musste 2007 seine Teilnahme an der Verleihung des deutschen Umweltpreises absagen. Damals waren gleich zwei Maschinen der Flugbereitschaft defekt.

Kanzler-Airbus ´Konrad Adenauer"

Quelle: dpa

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Ein Jahr später dann sollte Köhler in Peking stranden. Die Ursache wird man sich inzwischen denken können: eine Panne an der Konrad Adenauer.

© SZ.de/bepe/hij/mane/cat/bix
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