SZ-Kolumne "Bester Dinge":Kommet zuhauf!

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(Foto: Britta Pedersen/picture alliance/dpa)

Körperliche Selbstliebe ist gesund - das kann man gar nicht deutlich genug sagen, findet eine australische Behörde. Und animiert zur Masturbation.

Von Violetta Simon

Stress, Eile, Überlastung - das Leben ist anstrengend. Selbst die Nächte sind nicht immer erholsam: Einem Gesundheitsreport der DAK zufolge schlafen 80 Prozent der Erwerbstätigen schlecht. Keine Frage, die Menschen müssen dringend runterkommen. Zu sich kommen. Überhaupt: öfter kommen. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass Selbstbefriedigung entspannt, Stress und Schmerzen verringert, Herz und Immunsystem schützt und aufgrund der Hormonausschüttung den körperlichen Verfall hinauszögert. Doch statt die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, wird man von allen Seiten zu mehr Sport gedrängt.

Umso erfreulicher, dass die Gesundheitsbehörde des australischen Bundesstaats Queensland jetzt ein Plädoyer für die körperliche Selbstliebe auf Facebook veröffentlicht hat. Unter dem Titel "Give Yourself a Hand" ruft sie dazu auf, Masturbation als einen normalen und gesunden Teil der sexuellen Erfahrung anzunehmen. Es sei wichtig, "Scham- und Angstgefühle zu verringern und die allgemeine sexuelle Gesundheit und das Wissen darüber zu verbessern".

Da ist man in Deutschland weiter: Die Barmer Ersatzkasse wandte sich bereits 2019 mit einer Masturbationsempfehlung an ihre Mitglieder. Unter dem Titel "Für pulsierende Nächte" postete sie das Bild eines Vibrators auf Facebook und riet: "Wenn du mal wieder nicht schlafen kannst, dann leg einfach mal selbst Hand an oder hol dir ein Spielzeug dazu" - so komme "der Schlaf ganz von alleine".

Kleiner Dämpfer: Die Kosten für Sex-Spielzeug übernimmt die Kasse nicht. Aber wie heißt es in Queensland so schön: "Give Yourself a Hand".

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