Urteil im Lügde-Prozess:"Die Fassungslosigkeit bleibt"

Lesezeit: 5 min

Abriss der Parzelle auf dem Campingplatz in Lügde

Auf der Parzelle von Andreas V. wurde alles abgerissen.

(Foto: dpa Picture-Alliance / Guido Kirchner)

Ihre Opfer wurden misshandelt und danach von Scham und Schuldgefühlen gequält: Auf einem Campingplatz haben sich Andreas V. und Mario S. in Hunderten Fällen an Kindern vergangen. Nun wurden sie verurteilt.

Von Jana Stegemann, Detmold

Er hat ihr immer wieder gedroht. Sie würde "Ärger bekommen". Von ihm, aber auch von ihrer Mutter. Lisa, die eigentlich anders heißt, ist zu diesem Zeitpunkt neun Jahre alt, eine zierliche Drittklässlerin, die gerne zum Tennis geht, noch lieber Fußball spielt und am allerliebsten Pommes mit Ketchup isst. Als der 120-Kilo-Mann die Grundschülerin vergewaltigt, sagt er ihr: "Du darfst ruhig laut schreien." Ihre Freundin Maja (Name geändert), seine Pflegetochter, liegt da nur Meter entfernt in ihrem Bett.

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