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Legalisierung von Marihuana:Colorado verdient mehr als drei Millionen Dollar mit Kiffern

Marihuana Colorado

Marihuana-Anbau in Denver, Colorado

(Foto: REUTERS)

Seit Anfang des Jahres ist Kiffen in Colorado legal - und der US-Bundesstaat verdient gut an der Gesetzesänderung. Trotzdem erfüllen die Steuereinnahmen nicht die Erwartungen.

Nach der Freigabe von Marihuana hat der US-Bundesstaat Colorado in nur einem Monat ingesamt 3,5 Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) eingenommen. Wie die Steuerbehörden von Colorado mitteilten, wurden allein im Januar 2,9 Millionen Dollar an Steuern und knapp 600 000 Dollar an Gebühren entrichtet.

Hochgerechnet bedeuten die Zahlen der zuständigen Steuerbehörde, dass Händler im Januar Gras im Wert von etwas mehr als 14 Millionen Dollar (10,1 Mio Euro) verkauften. Der Staat kassiert beim Handel mit der Droge knapp 13 Prozent Umsatzsteuer und 15 Prozent Gewerbesteuer. Gouverneur John Hickenlooper hatte allerdings mit noch höheren Einnahmen gerechnet.

In dem Staat in den Rocky Mountains hatten die Bürger 2012 für die Legalisierung von Marihuana gestimmt, seit dem 1. Januar 2014 ist der Verkauf für den privaten Gebrauch legal. Colorado ist der erste US-Bundesstaat, in dem es erlaubt ist, das Rauschmittel in staatlich lizenzierten Coffeeshops zu verkaufen.

Auch in Washington stimmten die Bürger in einem Referendum für eine komplette Freigabe für Menschen über 21 Jahre, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden soll. Eine ähnliche Abstimmung soll im August auch in Alaska stattfinden. Die Bundesregierung stuft Marihuana allerdings weiter als illegale Droge ein.

Die Befürworter der Legalisierung von Marihuana gewinnen in den USA seit einigen Jahren an Unterstützung. Derzeit haben 18 Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington das Rauschmittel auf Rezept freigegeben, wobei die medizinischen Bedingungen unterschiedlich streng sind. Während viele Staaten Marihuana nur bei Krebs und anderen schweren Erkrankungen erlauben, kann es in Kalifornien schon für Rückenschmerzen verschrieben werden.

© AFP/dpa/sebi

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