Kriminalitätsstatistik:Kennzeichen D - attraktiv für Autodiebe

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Deutschland wird immer sicherer. Doch wer ein Auto besitzt, sollte darauf besser aufpassen - vor allem, wenn er tief im Osten der Republik parkt.

Die Zahl der Straftaten in Deutschland ist einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen. Wie die Welt unter Berufung auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2009 berichtet, sank die Gesamtzahl um 1,2 Prozent auf 6,04 Millionen Delikte. Die Statistik will Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) voraussichtlich Mitte Mai vorstellen.

Autodiebstahl, Kriminalität, AP

In Berlin nahmen im vergangenen Jahr die Autodiebstähle um 38,2 Prozent zu, berichtet die

Welt

. Dieser alte Trabant gehört aber wohl nicht zum potentiellen Diebesgut.

(Foto: Foto: AP)

Einen deutlichen Anstieg gab es dem Bericht zufolge bei Autodiebstählen, vor allem in den Grenzregionen zu Polen und Tschechien. Dabei habe der Wegfall der Grenzkontrollen im Zuge der Erweiterung des europäischen Schengen-Raumes eine Rolle gespielt, hieß es.

Aufs Ganze gesehen gab es mehr Straftaten nur in vier Bundesländern. In Schleswig-Holstein wurde eine Zunahme von 1,1 Prozent registriert, in Berlin von 0,9 Prozent, in Nordrhein- Westfalen von 0,3 und in Hamburg 0,2 Prozent.

Die größte Abnahme an Straftaten verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern mit einem Rückgang um 6,1 Prozent. Es folgte Sachsen mit einem Minus von 5,5 Prozent und das Saarland mit einem Rückgang um 4,6 Prozent.

Zum Anstieg der Autodiebstähle heißt es in der Kriminalstatistik, dass ein "ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Fallzahlen" und der Erweiterung des Schengen-Raumes "sehr wahrscheinlich" sei.

In Berlin nahmen die Autodiebstähle demnach um 38,2 Prozent auf 7262 Fahrzeuge zu. In Brandenburg wurde ein Anstieg um 30,9 Prozent in grenznahen Städten wie Eisenhüttenstadt, Forst und Schwedt registriert.

Noch höher lag die Quote demnach mit 32 Prozent in Sachsen. Allein in Dresden seien 893 Fahrzeuge gestohlen worden, 338 mehr als im Jahr zuvor. In den grenznahen Städten Görlitz und Zittau habe es mit zusammengerechnet 366 Autos ebenfalls einen erheblichen Anstieg gegeben. Auch Bayern habe nach jahrzehntelangen Rückgängen erstmals wieder eine Zunahme beim Autodiebstahl um 4,9 Prozent verzeichnet.

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