Kriminalität - Erfurt:Zwölf Jahre Haft für mutmaßlichen Drogendealer gefordert

Deutschland
Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen/ZB/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Erfurt (dpa/th) - Für einen mutmaßlichen Drogendealer, der wegen versuchten Mordes am Landgericht Erfurt angeklagt ist, hat die Staatsanwaltschaft eine Gesamtfreiheitsstrafe von 12 Jahren gefordert. In die Forderung flossen auch mehrere Vorwürfe wegen Drogenhandels im größeren Stil mit ein, wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte.

Vor allem wirft die Staatsanwaltschaft dem heute 32 Jahre alten Deutschen vor, bei einer Polizeikontrolle im April des vergangenen Jahres absichtlich mit einem Auto auf mehrere Beamte so zugefahren zu sein. Dabei soll er auch in Kauf genommen haben, dass die Polizisten sterben. In der Anklage hieß es, er sei mit etwa 60 Kilometer pro Stunde auf Polizisten zugesteuert, die sich nur mit Sprüngen zur Seite hätten retten können. Daher solle er nach Ansicht der Staatsanwaltschaft auch wegen versuchten Mordes in mehreren tateinheitlichen Fällen verurteilt werden.

Die Verteidigung plädierte dagegen dafür, dass ihr Mandat unter anderem nur wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu verurteilen sei. Die Verteidiger forderten daher eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als fünf Jahren. Zudem solle der Angeklagte in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden, weil die Taten seiner Drogenabhängigkeit geschuldet seien.

Ein Urteil in dem Prozess wird für den 13. November erwartet.

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