bedeckt München 27°

Kriminalität - Berlin:19-Jähriger niedergestochen: Ermittler gehen Hinweisen nach

Berlin (dpa/bb) - Nach dem gewaltsamen Tod eines 19-Jährigen in Berlin-Prenzlauer Berg haben sich mehrere Menschen mit Hinweisen bei der Polizei gemeldet. Bislang seien sieben Rückmeldungen zu dem Vorfall auf einem Supermarktparkplatz eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Ermittler einer Mordkommission arbeiteten diese nun ab. Details dazu nannte die Polizei nicht.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler steht die Tat nicht in Zusammenhang mit Fußball, sagte die Sprecherin. Die Zeitungen "Bild" und "B.Z." (Montag) berichteten unter Berufung auf Begleiter des Getöteten, dieser sei vom Angreifer wegen seiner "Union-Klamotten" angepöbelt worden. Dies habe der 19-Jährige ignoriert, bevor der Täter zugestochen habe. Die Polizeisprecherin sagte, das Opfer habe einen Rucksack mit dem Emblem des 1. FC Union Berlin bei sich gehabt.

Der 19-Jährige hatte am Samstagnachmittag laut Polizei bei einer Auseinandersetzung mit einem Unbekannten auf dem Parkplatz in der Stahlheimer Straße Ecke Wichertstraße mindestens eine Stichverletzung erlitten. Trotz einer Notoperation starb der junge Mann. Ob es sich bei der Tatwaffe um ein Messer oder um eine andere Stichwaffe handelt, ist laut Polizei unklar.

Der dunkel gekleidete Täter soll laut Polizei in Begleitung einer Frau gewesen sein und einen etwa kniehohen Hund mit grauem Fell dabei gehabt haben. Laut Beschreibung ist er zwischen 20 und 25 Jahre alt, 1,70 Meter groß und sprach akzentfrei Deutsch. Der Gesuchte trug demnach einen Schnurr- und Ziegenbart und hatte kurze Haare. Seine Begleiterin trug eine blaue Jacke.