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Japan:Fischer ertränken Zwergwal

Neuer Streit um Norwegens Walfang

Ein Zwergwal wie dieser hatte sich in die Netze japanischer Fischer verirrt. (Symbolfoto).

(Foto: dpa)

Das Tier hatte sich an Heiligabend nahe dem Hafen von Taiji in Fischernetze verirrt. Tierschutzorganisationen hatten seine Freilassung gefordert.

Von Thomas Hahn, Tokio

Der Zwergwal, der sich nahe dem Hafen von Taiji vor der japanischen Ostküste in Fischernetze verirrt hatte, ist tot. Wie Ren Yabuki, Direktor der Tierschutzorganisation Life Investigation Agency, mitteilte, sei der Wal am frühen Montagmorgen von örtlichen Fischern ertränkt worden. Fischer seien in zwei Booten an das geschwächte Tier herangefahren. Sie hätten ein Seil um die Schwanzflosse des jungen Wals gelegt und ihn dann unter Wasser gezwungen. "Es dauerte 20 Minuten, bis der Wal ertrunken war", sagte Ren Yabuki in der britischen Zeitung Telegraph.

Der Zwergwal war an Heiligabend in die Stellnetze der Taiji-Fischerei-Kooperative geraten. Internationale Tierschutzorganisationen hatten seither seine Freilassung gefordert. Die Fischer erklärten, wegen der Strömung infolge der schnellen Flut könne man den Wal nicht zum Ausgang des Netzes führen. Die Präfektur-Verwaltung Wakayma kündigte wenig später an, dass man den Wal werde einfangen müssen, wenn die Situation anhalte. Insgesamt war der Zwergwal 19 Tage in den Netzen der Fischer gefangen.

© SZ/afis
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