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Bevor es in den Winterschlaf geht:Betrunkene Bären toben in der Slowakei

Slowakische Braunbären sind zur Zeit ungewohnt zutraulich: Um sich für den Winterschlaf zu stärken, verschlingen die Tiere gärendes Fallobst, bekommen einen Rausch und verhalten sich alles in allem ganz ähnlich wie alkoholisierte Menschen. Die Gefahr: Alkohol enthemmt und macht unberechenbar.

In der Slowakei müssen sich Menschen derzeit verstärkt vor betrunkenen Braunbären in Acht nehmen. Um sich für den Winterschlaf zu stärken, plünderten die Tiere im Herbst auch Obstgärten in der Nähe von Siedlungen. Dadurch erhöhe sich das Risiko von Zusammentreffen mit den sonst menschenscheuen Bären, sagte Miroslav Saniga vom Institut für Waldökologie an der Slowakischen Akademie der Wissenschaften (SAV) der slowakischen Tageszeitung Novy Cas.

Braunbären tollen im Zoo

Mit gärendem Fallobst nehmen Bären auch beträchtliche Mengen an Alkohol auf.

(Foto: dpa)

Weil die Bären mit dem gärenden Fallobst beträchtliche Mengen an Alkohol aufnähmen, steige die Gefahr für Menschen weiter. "Wegen der großen Mengen, die sie konsumieren, reicht der darin entstehende Alkohol aus, um sie regelrecht betrunken zu machen", sagte der Wissenschaftler. Sie verlören ihre Scheu und würden unberechenbar.

Saniga hatte schon in den vergangenen Jahren immer wieder davor gewarnt, die ungewohnte Zutraulichkeit von betrunkenen Bären falsch einzuschätzen: Es gebe Fälle in denen sich Touristen mit den scheinbar harmlosen Tieren fotografieren ließen. Dabei bedächten sie nicht, dass schon der Blitz einer Kamera den Bären erschrecken und zu einer plötzlichen Attacke provozieren könne.