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Buschbrände in Australien:Löschflugzeug abgestürzt - drei Tote

Feuerwehrmänner versuchen in Bundanoon ein Buschfeuer zu löschen.

(Foto: Noah Berger/AP)
  • Ein massiver Anstieg der Temperaturen und aufkommende Starkwinde fachen neue Buschbrände im Südosten Australiens an.
  • Beim Kampf gegen die Flammen stürzt ein Löschfugzeug nahe Cooma, etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Canberra, ab. Drei Amerikaner sterben.
  • Der Flughafen von Canberra stellt wegen Buschbränden den Betrieb ein.

Neue Buschbrände im Südosten Australiens halten die Einsatzkräfte in Atem. Beim Kampf gegen die Flammen stürzte am Donnerstag in New South Wales ein Löschflugzeug ab. An Bord befanden sich drei Menschen.

Die drei Toten, die bei den Löscharbeiten halfen, seien Einwohner der USA gewesen, sagte Feuerwehrchef Shane Fitzsimmons. Die Maschine vom Typ C-130 Hercules sei nahe Cooma, etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Canberra in Region Snowy Monaro, verunglückt. Es habe einen großen Feuerball gegeben, sagte Fitzsimmons. "Leider war das einzige, was wir tun konnten, das Wrack und die Absturzstelle zu finden, aber wir konnten keine Überlebenden ausfindig machen." Zuvor hatten Hubschrauber bei der Suche nach der vermissten Maschine geholfen.

Mehr als 1700 Freiwillige und Mitarbeiter bekämpfen derzeit die Brände, von denen nach Behördenangaben fünf eine "Notfall-Warnstufe" erreicht haben. Die Streitkräfte unterstützten die Feuerwehr.

Starkwinde und hohe Temperaturen

Der Flughafen der Hauptstadt Canberra stellte wegen Buschbränden in der Nähe den Betrieb ein. Weder Landungen noch Starts seien aufgrund von Luftlöscharbeiten aktuell möglich, teilte der Airport über Twitter mit. Der Buschbrand brach am Mittwoch aus, tags darauf verschärften Starkwinde und hohe Temperaturen die Lage. Für ein zweites Feuer nahe dem Flughafen galt am Morgen eine niedrige Warnstufe.

Die Brände fräßen sich schnell voran, warnte die Verkehrspolizei auf Twitter. Im betroffenen Gebiet seien mehrere Straßen geschlossen. Bewohner von Vororten im Süden Canberras wurden aufgefordert, Schutz zu suchen oder die Gegend sofort zu verlassen. Die Feuerwehr warnte, der Brand sei für alle gefährlich. Für viele Menschen sei es zu spät, die Gegend zu verlassen, sie sollten sich einen sicheren Ort suchen.

Im rund 300 Kilometer entfernten Sydney - die Stadt liegt im besonders von den Feuern betroffenen Bundesstaat New South Wales - war es am Donnerstag 41 Grad heiß. Sandstürme aus dem Landesinneren könnten die Küstenregion innerhalb von Tagen erreichen, erklärte das Wetteramt. Obwohl es diese Woche geregnet hatte, brennen in New South Wales immer noch 60 Feuer.

In Australien wüten seit Monaten verheerende Buschbrände. Seit September starben dadurch mindestens 29 Menschen. Die Flammen vernichteten bisher mehr als 12 Millionen Hektar Land, das entspricht etwa einem Drittel der Fläche von Deutschland.

© SZ.de/AP/dpa/afis/thba
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