Klimaneutral:Spatenstich im April

Klimaneutral: Diese Animation zeigt das Biomasse-Heizwerk zur Waldrestholz-Verfeuerung, das auf dem Werkgelände von Roche in Penzberg gebaut wird.

Diese Animation zeigt das Biomasse-Heizwerk zur Waldrestholz-Verfeuerung, das auf dem Werkgelände von Roche in Penzberg gebaut wird.

(Foto: Roche/oh)

Penzberger Bauausschuss genehmigt Roche-Antrag für Biomasse-Heizwerk auf dem Werksgelände im Nonnenwald.

Von Alexandra Vecchiato, Penzberg

Das Biotech-Unternehmen Roche hat sich auf die Fahnen geschrieben, seinen ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Ein weiterer Schritt auf dem Weg, dieses Ziel zu erreichen, ist der Bau eines Biomasse-Heizwerks auf dem Werksgelände im Nonnenwald. Der Penzberger Bauausschuss hat am Dienstag den Bauantrag einstimmig beschlossen.

Der Baubeginn für das 22-Millionen-Euro-Projekt soll bereits im April dieses Jahres sein. Fertigstellung ist voraussichtlich Ende 2025. Mit dem Heizwerk möchte Roche eine nachhaltige Energieversorgung sicherstellen. Der Neubau wird laut Roche am Standort 7800 Tonnen CO₂ im Jahr einsparen.

Klimaneutral bis 2025

Das Unternehmen hatte im Dezember 2023 bei der Stadt Penzberg im Rahmen des Bundes-Immissionsschutzgesetz-Verfahrens einen Bauantrag für ein Biomasse-Heizwerk zur Waldrestholz-Verfeuerung eingereicht. Der Neubau soll auf der Erweiterungsfläche im Nordosten des Werks entstehen. "Der Neubau unterstützt uns dabei, fossile Brennstoffe durch nachhaltige Energiequellen zu ersetzen und damit die Treibhausgas-Emissionen am Standort um etwa 18 Prozent pro Jahr zu reduzieren", teilt Werkleiter Paul Wiggermann mit. Roche plant, bis 2050 vollständig klimaneutral zu sein.

Klimaneutral: Das neue Biomasse-Heizwerk (blau eingefärbt) wird auf der Erweiterungsfläche im Nordosten des Biotechnologie-Zentrums Penzberg entstehen.

Das neue Biomasse-Heizwerk (blau eingefärbt) wird auf der Erweiterungsfläche im Nordosten des Biotechnologie-Zentrums Penzberg entstehen.

(Foto: Roche/oh)

Auf Nachfrage berichtete Stadtbaumeister Justus Klement dem Bauausschuss, dass sogenanntes Restholz verfeuert werden soll - also Reste aus regionaler und nachhaltiger Forstwirtschaft aus einem Umkreis von maximal 100 Kilometern. Das kann Holz aus Schädlingsholzbestand oder Unwetterbruch sein, das keine andere wirtschaftliche Verwendung mehr findet.

Der Neubau, der eine Höhe von etwa 20 Metern auf einer Fläche von 45 mal 21 Metern umfasst, wird nördlich der Abwasserreinigungsanlage entstehen. Es handelt sich um ein Technikgebäude mit einem Vollgeschoss und mehreren, vertikal aufgebauten Ebenen. Die Anlage erzeugt Dampf für Produktionsprozesse der Betriebe am Standort Penzberg und hat eine Nennwärmeleistung von circa fünf Megawatt.

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