Eurasburger Lampenbauerin:Die Frau mit dem kreativen Funken

Eurasburger Lampenbauerin: "Staunen macht uns glücklich", meint die Eurasburger Lampenbauerin.

"Staunen macht uns glücklich", meint die Eurasburger Lampenbauerin.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Ariane Vollmar baut selbst gestaltete Lampen, die sie auf Festivals ausstellt und auf ihrer Website verkauft. Die Objekte kommen gut an. Im Juli sind sie in Wolfratshausen an der Loisach zu sehen.

Von Jana Daur, Eurasburg

Ariane Vollmar liebt es zu staunen. Besonders gut gelingt ihr das, wenn sie sich kreativ ausleben kann. "Staunen macht uns glücklich", findet die Eurasburgerin. Dieses Glück möchte sie weitergeben: Damit die Welt vor Staunen buchstäblich erstrahlen kann, gestaltet Vollmar seit mehr als zehn Jahren ausgefallene Leuchten in mühevoller Handarbeit. Ihre Designs entwickelt sie selbst und begeistert damit die Menschen - im Freundeskreis, auf Ausstellungen und sogar bei Festivals.

Eurasburger Lampenbauerin: Ariane Vollmar wickelt die Lampen aus Draht - was allein mit den Händen keine ganz leichte Arbeit ist.

Ariane Vollmar wickelt die Lampen aus Draht - was allein mit den Händen keine ganz leichte Arbeit ist.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Ihre Lampen baut sie alleine in ihrem Zuhause. Statt Maschinen nutzt sie lediglich ihre Hände - eine aufwändige Arbeit, immerhin ist der Draht, aus dem die Schmuckstücke geformt werden, etwa so dick wie eine Stricknadel. Vollmar sagt daher selbst: "Der Arbeitsprozess dauert immer sehr lange." Mehrere Tage, mitunter sogar zwei Wochen braucht es, bis eine Lampe fertig ist. Vollmar lässt sich von vielem inspirieren, vor allem klassische Konzerte oder Kunstausstellungen helfen ihr dabei.

Seit sie denken kann, hat sie gerne getüftelt und mit den Händen gearbeitet. Nach dem Schulabschluss entschied sie sich jedoch zunächst gegen einen gestalterischen Beruf, stattdessen ließ sie sich zur Zahnarzthelferin ausbilden und arbeitete als Industriekauffrau. Die Kreativität blieb also vorläufig nur ein Hobby für Bastlerin.

Das ändert sich, als Vollmar sich eines Tages auf die Suche nach einer Lampe für ihren Garten macht. "Ich habe ewig nichts gefunden, was mir gefallen hat", schildert sie ihr Dilemma. Doch dann geht der Eurasburgerin ein Licht auf - sie beschließt, die Leuchte selbst zu bauen.

Der Weg bis zur fertigen Lampe dauerte allerdings eine Weile. Bis Vollmar ein Design gefunden hatte, das ihr gefiel, hatte sie lange herumprobiert. Die Mühen haben sich jedoch gelohnt, schließlich kam ihre Gestaltung bei Freunden und Verwandten so gut an, dass diese sich bald eigene Lampen von der Bastlerin wünschten. Es sollte der Beginn von etwas sein, was Vollmar heute als ihre "große Leidenschaft" bezeichnet.

Sie fängt an, auch für andere Menschen Lampen zu gestalten. Ihre Werke verkauft sie zunächst auf kleineren Märkten, anschließend auf ihrer eigenen Website und zeigt sie sogar in einer fünfmonatigen Ausstellung.

Im vergangenen Winter dann präsentierte Vollmar eine anderthalb Meter hohe Leuchtkugel auf dem Tollwood-Wintermarkt. Die Installation erregte Aufsehen - auch bei den Betreibern des Tölzer Veg, die im Mai ein veganes Foodfestival im Kurpark von Bad Tölz veranstalteten. Dorthin luden sie die Lampenbauerin ein.

Eurasburger Lampenbauerin: Manche Lampen sind aufwendig dekoriert.

Manche Lampen sind aufwendig dekoriert.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Aus der Inspiration schafft Vollmar Kreatives - doch es steckt mehr hinter den leuchtenden Werken. Die Eurasburgerin bezeichnet ihre Objekte als "Kunst mit einer Funktion". Bei der Kundschaft ist der Funke übergesprungen, viele Lampen wurden in den vergangenen zehn Jahren verkauft oder für Hochzeiten, Geburtstage und ähnliche Feste vermietet. Und Vollmar kann ihre Schmuckstücke auch nach all der Zeit selbst noch bestaunen. Dann tanzt sie schon mal mit ihrem Mann um eine besonders gelungene Leuchte - und bringt damit zum Ausdruck: "Mich macht diese Arbeit einfach nur glücklich!"

Unter www.leuchtenliebe.de können Interessenten handgemachte Leuchten kaufen oder für Veranstaltungen mieten. Real können die Objekte auf dem Wolfratshauser Flussfestival begutachtet werden (7. bis 23. Juli)

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