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Kommunalwahl in Schäftlarn:Empfehlungs-Kritik als Boomerang

Schäftlarner Parteien streiten über Unterstützungen und Absprachen vor der Stichwahl

In Schäftlarn ist eine Diskussion über die Wahlempfehlungen der Parteien entfacht. "Solche Wahlempfehlungen hat es, seitdem ich dabei bin, nie gegeben", sagte der CSU-Bürgermeisterkandidat Christian Fürst am Donnerstag. Damit bezog er sich auf ein Schreiben der Gemeindeunion (GU), die für seinen Konkurrenten Marcel Tonnar (Grüne) wirbt. "Wahlempfehlungen beinhalten meiner Meinung nach auch immer Absprachen für hinterher", sagte Fürst. Was er nicht erwähnte: Er selbst wird mit einem Empfehlungsschreiben der "Unabhängigen Wählergruppe Gemeindewohl" (UWG) unterstützt. Die Initiative sei von der UWG gekommen, sagt dazu UWG-Vorsitzende Maria Reitinger, Fürst habe dem jedoch zugestimmt. Absprachen habe es indes keine gegeben. Ekkehard Körner, Vorsitzender der GU, begründet die Unterstützung für Tonnar durch offene Gespräche mit einem Nenner: "In den vergangenen 18 Jahren ist in Bezug auf Umweltschutz überhaupt nichts passiert." Die Grünen seien nach der Wahl auf die GU zugekommen, um über eine Unterstützung bei der Stichwahl zu sprechen. Sie hätten sich offen gezeigt für Gespräche hinsichtlich dem Gewerbegebiet Schorn und auch, dass Bauern wegen der Umfahrung nicht enteignet werden dürften. Tonnar selbst sagt, GU und Grüne seien in vielen Themen ähnlicher Ansicht. Hinter dem Bürgerentscheid zur Umgehungsstraße stehe er "zu 100 Prozent."

© SZ vom 28.03.2020

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