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Kommunalwahl in Penzberg:Wahlempfehlung pro Korpan

Wahl

Klare Aussage: Armin Jabs (links) von den Bürgern für Penzberg und Markus Bocksberger von Penzberg Miteinander unterstützen Stefan Korpan (CSU).

(Foto: Privat)

BfP und Penzberg Miteinander sympathisieren mit dem CSU-Kandidaten

Noch einmal spannend wird es am Sonntag, 29. März. Die Penzberger Bürgermeisterin Elke Zehetner (SPD) muss gegen ihren CSU-Herausforderer Stefan Korpan in der Stichwahl antreten. Nun ist auch raus, ob die ausgeschiedenen Kandidaten im Rennen um das Bürgermeisteramt eine Wahlempfehlung abgeben. Armin Jabs von den Bürgern für Penzberg (BfP) und Markus Bocksberger von Penzberg Miteinander raten ihren Wählern, ein Kreuzchen bei Korpan zu machen. Der Ortsverband der Grünen gibt indes keine Wahlempfehlung ab und verhält sich neutral. Das gilt auch für die Freie Lokalpolitik Penzberg (FLP). Die FDP hatte von Anbeginn betont, Korpan zu unterstützen.

Es ist kein leichtes Unterfangen, den Sympathisanten besonders von Penzberg Miteinander einen CSU-Kandidaten schmackhaft zu machen. Es gehe aber nicht um eine bestimmte Partei in diesem Fall, sagt Bocksberger. "Es geht um die Person Korpan." Mit diesem kann er sich eine Zusammenarbeit künftig im Stadtrat vorstellen. "Die Wähler haben sich offenkundig für einen Politikwechsel entschieden", teilt Bocksberger in Hinblick auf das Wahlergebnis vom 15. März mit. Elke Zehetner hatte 27,53 Prozent erhalten. 2014 waren es noch knapp 54 Prozent.

Aufgrund des Führungsstils der vergangenen sechs Jahre gehe er davon aus, dass "ein solcher Änderungsprozess auch im Hinblick auf die Ziele von Penzberg Miteinander am besten durch einen Wechsel an der Stadtspitze realisiert werden kann", erklärt Bocksberger.

Armin Jabs von den BfP macht es kurz und knackig: "Die Bürger für Penzberg wollen, dass vertrauensvollere und transparentere Politik ins Rathaus einzieht. Das wird nur durch einen Wechsel an der Rathausspitze möglich. Daher unterstützen wir Stefan Korpan in der Stichwahl."

Wie schon am vergangenen Sonntag angekündigt, möchte Kerstin Engel den Grünen-Wählern nicht empfehlen, für wen sie am 29. März stimmen sollen. Allerdings hatte sie sich klar positioniert. "Für mich kommt nur Korpan infrage", hatte sie der SZ gesagt. In der gemeinsamen Pressemitteilung von BfP, Penzberg Miteinander und Grüne erklärt Kerstin Engel: "Wir brauchen einen Bürgermeister, der verbindet und nicht spaltet, wenn der neue Stadtrat konstruktiv zusammenarbeiten soll. Zudem besteht die Gefahr, dass es zu einer Kündigungswelle in der Verwaltung kommt, und wir weitere gute Mitarbeiter verlieren, sollte dieser Führungsstil im Rathaus so weitergeführt werden."

© SZ vom 20.03.2020

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