Kochelseebahn:Geduldsprobe für Fahrgäste

Zugreisende müssen noch bis zum 14. November mit Verspätungen und Ersatzverkehr rechnen. Bürgermeister Thomas Holz kritisiert Informationspolitik der Deutschen Bahn.

Von Petra Schneider, Kochel am See

Rund zwei Monate lang war die Bahnstrecke zwischen Kochel und Seeshaupt gesperrt, Fahrgäste mussten auf den Schienenersatzverkehr (SEV) ausweichen. Eigentlich hätte vom vergangenen Dienstag an alles wieder normal laufen sollen - tatsächlich sei aber morgens nur ein einziger Zug gefahren, erklärte Bürgermeister Thomas Holz (CSU) im Gemeinderat verärgert. "Die Gründe kennen wir nicht", bei ihm herrsche inzwischen "völlige Fassungslosigkeit". Am Freitag davor habe die Deutsche Bahn noch mitgeteilt, dass die Streckensperrung vom 13. September an beendet sei und die Züge zum Schulbeginn wieder fahrplanmäßig rollten. "Ich habe kein Verständnis, dass es die Bahn nicht schafft, eine vernünftige Informationspolitik zu machen", schimpfte Holz. Das Unternehmen sei "alles andere als zuverlässig."

Auf der Internetseite nennt die DB Regio "Gleisarbeiten" als Grund für die anhaltenden Unannehmlichkeiten. Bis zum 14. November müssten sich Fahrgäste der Linie RB 66 München-Tutzing-Kochel deshalb auf "baubedingte Fahrplanänderungen" wochentags zwischen 8 und 20.45 Uhr einstellen. Außerdem wird es weiterhin einen Schienenersatzverkehr geben: "Einzelne Züge dieser Linie werden zwischen Seeshaupt und Penzberg sowie zwischen Penzberg und Kochel durch Busse ersetzt." Deren Fahrzeiten könnten vom Zugfahrplan abweichen, außerdem lägen die Haltestellen nicht immer direkt an den jeweiligen Bahnhöfen. Die kurzfristigen Reparaturarbeiten zwischen Penzberg und Bichl, die den Zugverkehr am Dienstag zusätzlich ausgebremst hatten, sind inzwischen behoben. Fahrgästen der Kochelseebahn rät die DB, sich unter www.bahn.de über den Ersatzfahrplan zu informieren.

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