Reinigungsbranche:Reinigungskräfte verdienen mehr

310 Beschäftige hat die Branche im Landkreis, ihr Einstiegsgehalt steigt auf 13 Euro Stundenlohn.

Nachdem der Mindestlohn auf zwölf Euro angehoben worden ist, erhalten Reinigungskräfte seit Anfang Oktober deutlich mehr Geld. Das Einstiegsgehalt erhöht sich nach dem von Gewerkschaft und Arbeitgebern ausgehandelten Tarifvertrag auf nunmehr 13 Euro pro Stunde. Davon profitieren auch die 310 Beschäftigten der Gebäudereinigungsbranche im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) mitteilt, bekämen Mitarbeiter in der Gebäudereinigung damit 12,6 Prozent mehr Lohn als bisher. Bei Beschäftigten in der Glas- und Fassadenreinigung mit 16,20 Euro Stundenlohn als Einstiegsgehalt sind es 9,4 Prozent mehr.

Der IG Bau Bezirksvorsitzende für Oberbayern, Harald Wulf, fordert alle Reinigungskräfte in der Region auf, ihre nächste Abrechnung genau zu prüfen. Betriebe seien verpflichtet, die neu ausgehandelten Löhne zu zahlen, so Wulf. Wer trotzdem weniger als 13 Euro pro Stunde erhalte, solle die IG Bau kontaktieren. Der Bezirksvorsitzende wertet die Gehaltssteigerung für Reinigungskräfte als wichtige Anerkennung. "Wer Schulen und Büros putzt oder für Hygiene im Krankenhaus und Altenheim sorgt, macht einen unverzichtbaren Job."

Laut IG Bau soll das Einstiegsgehalt für Reinigungskräfte zum Januar 2024 erneut steigen - auf dann 13,50 Euro pro Stunde. Für Beschäftigte in der Glas- und Fassadenreinigungsbranche soll der Lohn dann auf 16,70 Euro klettern. Laut Tarifvertrag steigen auch die Löhne für Auszubildende bis 2024 - auf 900 Euro im ersten, 1035 Euro im zweiten sowie 1200 Euro im dritten Ausbildungsjahr.

Zur SZ-Startseite

Gesetzliche Lohnuntergrenze
:Knapp 7400 Beschäftigte haben Anspruch auf Mindestlohn

Der DGB-Bezirksverband Oberbayern sieht darin auch ein Mittel gegen Lohndumping.

Lesen Sie mehr zum Thema