Absprünge und Überflug:Bundeswehr übt am Kochelsee

Bundeswehr-Übung Fallschirmspringer Kochelsee

Im vergangenen Jahr landeten Fallschirmspringer der Bundeswehr im Kochelsee.

(Foto: Manfred Neubauer)

Das beliebte Ausflugsziel wird vom 20. bis 23. Juli teilweise gesperrt.

Von Claudia Koestler

Normalerweise ist der Kochelsee in diesen sommerlichen Tagen fest in der Hand von Urlaubern und Ausflüglern. Doch in Kürze wird man dort mehr Tarnfarben denn bunte Shorts und Kleidchen sehen. Vom 20. bis zum 23. Juli findet nämlich am Kochelsee wieder eine Übung der Bundeswehr statt. Geplant sind laut Angaben des Landratsamts der Überflug mit einem Transportflugzeug vom Typ M 28, Fallschirmabsprünge und der Einsatz von Booten. "Eine zeitweise Sperrung eines Teilbereichs des Kochelsees ist erforderlich", erklärt die Kreisbehörde. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie findet die diesjährige Übung allerdings mit minimalem Umfang, ohne öffentliche Beteiligung und ohne Appell statt, wie der Ausbildungsstützpunkt der Bundeswehr in Altenstand mitgeteilt hat.

Kochel ist Patengemeinde des Stützpunkts Altenstadt. In den vergangenen Jahren hat die Bundeswehr regelmäßig am Kochelsee Übungen abgehalten, zeitweise mit mehr als 100 Mann, was immer wieder auch Schaulustige anlockte.

Sollten bei der diesjährigen Übung Schäden entstehen, so sind diese innerhalb eines Monats bei der zuständigen Gemeinde anzuzeigen, darauf weist das Landratsamt hin. Auskünfte zur Schadensabwicklung erteilt die jeweilige Gemeinde, das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Nürnberg sowie die Wehrbereichsverwaltung Süd in München. Das Tölzer Landratsamt betont, dass diese sogenannten Übungsschäden vor der Begutachtung durch eine Schadenskommission grundsätzlich nicht beseitigt werden dürfen. Wer hingegen einschränkende Bedingungen anmelden oder Einwendungen gegen die Übung erheben möchte, muss dies umgehend beim Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen unter der Telefonnummer 08041 / 50 50 tun.

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