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Trudering/Riem:Unterstützung für Familien

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Lernen von zu Hause aus geht nicht ohne Technik.

(Foto: Mareen Fischinger/imago)

Lehramtsstudenten sollen Schülern in der Pandemie helfen

Seitdem Corona unser Leben bestimmt, sind Eltern zu Lehrkräften geworden und die Kinderzimmer haben sich zu Klassenzimmern gewandelt. Doch nicht alle Erziehungsberechtigten können die nötige Hilfestellung bieten. Oft fehlt ihnen die Zeit dafür oder es mangelt ihnen an den nötigen Kenntnissen. Deshalb will der Bezirksausschuss (BA) Trudering-Riem prüfen lassen, ob Lehramtsstudierende zur Unterstützung der Familien eingesetzt werden können. "Das ist das, was viele jetzt brauchen", sagte Eva Blomberg, SPD-Fraktionssprecherin und selbst Lehrerin. Man stelle sich vor, dass die angehenden Pädagoginnen und Pädagogen "eins zu eins" unterrichten könnten.

Wichtig sei, eine Schnittstelle zwischen Universität und Stadtbezirk einzurichten. So könnten Eltern oder Kinder selbst ihren Bedarf anmelden. Außerdem wird eine Entschädigung für die Studierenden gefordert. Beispielsweise indem sie sich diese Art der Nachhilfe in Form von Leistungspunkten im Studium anrechnen lassen können. Der BA wünscht sich außerdem "coronakonforme Lernräume". Es gebe viele Schülerinnen und Schüler, die zu Hause gar kein eigenes Zimmer hätten, sondern sich eines mit Geschwistern teilen. Auch technisch seien manche Familien einfach schlechter ausgestattet, zum Beispiel weil es nur einen Laptop für einen Haushalt gibt oder die Internetverbindung nicht zuverlässig genug ist.

"Alles ist besser als das Chaos beziehungsweise die Katastrophe, die die Kinder jetzt haben", betonte Susan Beer (SPD). Aus den anderen Fraktionen gab es Zuspruch. Susanne Weiß, Sprecherin der Grünen, begrüßte die Initiative der SPD: "Der Antrag spricht mir aus dem Herzen." Nun liegt es an den zuständigen Referaten zu prüfen, ob und wie der Einsatz von Lehramtsstudierenden umsetzbar ist.

© SZ vom 09.04.2021 / Ilgd
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