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Trudering/Riem:Sitzungen im Livestream

Seinen ersten Antrag hat der neue Bezirksausschuss Trudering-Riem noch in der konstituierenden Sitzung verabschiedet. Das Gremium fordert von der Stadtverwaltung, technische und rechtliche Bedingungen zu prüfen, um künftig Sitzungen per Livestream abzuhalten. Die Initiative stammt aus der SPD-Fraktion. Einerseits wäre die Gefahr einer Corona-Infektion damit niedriger, anderseits sei die Videoschaltung wichtig, damit jeder teilnehmen könne. Grundsätzlich sind die Sitzungen öffentlich. Viele Menschen können oder wollen aber derzeit aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht zum Tagungsort kommen. Gerade für Bürgerinnen und Bürger, die zur Risikogruppe gehören, sei das ein Problem. "Im Mai werden einige Themen anstehen, die seit mehreren Monaten wegen Corona verschoben wurden", sagte SPD-Fraktionssprecherin Eva Blomberg. Es wäre ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz. Das Pilotprojekt könne man nach Corona fortsetzen. Für Familien mit Kindern wäre das beispielsweise sehr praktisch. Der Bezirksausschuss stimmte einstimmig für den Antrag. Je nachdem, wie und wie schnell die Entscheidung der Stadt ausfällt, sieht man sich beim nächsten Mal vielleicht schon auf dem Bildschirm statt im echten Leben.

© SZ vom 18.05.2020 / Ilgd

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