Trudering/Riem:Eine Frage der Daseinsvorsorge

Lokalpolitiker fordern endlich ein schnelles Glasfasernetz

Nur 17 Prozent der Haushalte in Trudering-Riem sind laut Breitbandatlas an das Glasfasernetz angeschlossen. Das empört den Bezirksausschuss (BA) Trudering-Riem schon seit Längerem. Nun fordern die Lokalpolitikerinnen und -politiker einen "Breitbandgipfel". Susan Beer (SPD) findet deutliche Worte, wenn es um den Glasfaserausbau im 15. Stadtbezirk geht: "Wir leben hier in einem Entwicklungsland." Auch Stephen Sikder, Fraktionssprecher der CSU, ist der Meinung, dass der Anschluss vorangebracht werden muss: "Die Stadt muss endlich verstehen, dass es hier um Daseinsvorsorge geht."

Das Gremium hatte bereits mehrere Anfragen und Anträge an die Stadtverwaltung und die Stadtwerke München (SWM) zum Thema gestellt. Aber die Antworten findet man fraktionsübergreifend ernüchternd. Die SWM nämlich ließen mitteilen, dass es zwischen St.-Veit-Straße und Haar "mindestens bis 2023" keine weiteren Ausbaupläne gebe. Betroffen sei hier nicht nur der BA Trudering-Riem, sondern auch andere Stadtteilgremien des Münchner Ostens, sagt Beate Fuchs (ÖDP), eine der Antragsinitiatorinnen. Damit "wir einfach schneller Glasfaserinternet kriegen", müsse man ein Treffen mit den SWM, der Telekom und weiteren Providern veranstalten, um die "weißen Flecken" zu erschließen. Dieser Forderung stimmte der BA einstimmig zu. Ob es nun auch dazu kommt, muss nun das städtische Referat für Wirtschaft und Arbeit prüfen.

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