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SZ-Adventskalender 2015:SZ-Leser spenden 5,5 Millionen Euro - Hilfe, die ankommt

Mehr als 5,5 Millionen Euro haben die SZ-Leser wie diese Kita-Kinder in diesem Winter für den "Adventskalender für gute Werke" gespendet.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Mit dem Geld konnten Haushaltsgeräte, medizinische Unterstützung oder eine ausgebaute Dachterrasse für Jugendliche finanziert werden. Die Freude ist riesig.

Menschen, die arm, krank oder behindert sind, in ihrer schwierigen Lage zu helfen, ist das Anliegen des SZ-Adventskalenders. Jahr für Jahr bringen die Spenden der Leser viel Erleichterung und Hoffnung: zehn Beispiele für die Arbeit des SZ-Adventskalenders.

David bekommt ein Xylofon

"Unser Leben ist ziemlich hart", sagt Davids Mutter, eine zierliche Frau. Ihr vierjähriger Sohn ist ein aufgeweckter Junge - aber er wird niemals ein normales Leben führen können. David ist schwerbehindert: Er kam als Frühchen zur Welt, hat einen zu kleinen Kopf, eine spastische Körperbehinderung und leidet unter Epilepsie.

Seit seiner Geburt bestimmen Arztbesuche, Therapien und Behandlungen das Leben der Familie. Erst vor Kurzem hat er endlich mühsam das Laufen gelernt. Noch kann die Mutter nicht wieder arbeiten gehen, zu sehr braucht David sie. Die Familie lebt zu dritt in einer viel zu kleinen Wohnung in Neufahrn, die finanzielle Situation ist sehr angespannt.

Viel kann sich die Familie nicht leisten. David hat kaum Spielsachen, auch ein Instrument konnte seine Mutter ihm, der Musik schon immer besonders mochte, nicht schenken. Dank der SZ-Leser konnte Davids großer Wunsch nun endlich erfüllt werden: Er bekam ein Xylofon zu Weihnachten. "David hat sich riesig gefreut", erzählt seine Mutter.

SZ-Adventskalender Schnell, direkt und unbürokratisch
SZ-Adventskalender 2015

Schnell, direkt und unbürokratisch

Die Freude über Lebensmittelpakete oder finanzielle Zuschüsse ist riesengroß - das zeigen die vielen Dankesbriefe eindrucksvoll.   Von Sven Loerzer

Garten für integrative Krippe

Die Kinder in der integrativen Krippe Unterhaching, betrieben vom Verein Integra, können vielleicht schon in diesem Sommer, spätestens aber im Herbst einen neuen Garten nutzen, der von den Spenden des SZ-Adventskalenders mit einem Barfußweg, Wassertischen zum Matschen, einem Hügel mit Krabbelrohr und vielen anregenden Materialien versehen wird.

Diese Dinge fördern die Mobilität und damit die Entwicklung der Kinder. "Es geht uns um die Kinder - ihnen soll es Anregungen bieten", sagt Leiterin Petra Band. "Es geht nicht darum, was gerade pädagogisch in ist oder optisch schön ausschaut." Das Prinzip der Integrativen Kinderkrippe ist unter anderem, den Kindern Zeit zu geben für eine Entwicklung in ihrem eigenen Tempo. So sind sie frei von Leistungsdruck und dürfen ihre Eigenarten haben.

Neuer Kühlschrank

Fast kann Tina S. (Name geändert) nicht glauben, dass es tatsächlich geklappt hat. Die finanzielle Unterstützung vom SZ-Adventskalender "ist bei mir angekommen", berichtet sie froh.

Jetzt hat die chronisch schwerkranke Frau aus Dachau noch ein wenig Hemmungen, den für einen neuen Kühlschrank gedachten Betrag auch auszugeben. Die Jahre, in denen die 46-Jährige schon mit einer kleinen Rente zurechtkommen muss, haben sie bescheiden werden lassen. "Was ich mir nicht leisten kann, brauche ich auch nicht", lautet ihr fast trotziges Motto.

Doch der Kühlschrank ist defekt, Ersatz ist notwendig. Einfach losgehen und schnell kaufen, das ist trotzdem ihre Sache nicht. Ausführlich hat sie sich deshalb informiert. "Der Neue hat sogar ein richtiges kleines Gefrierfach und verbraucht deutlich weniger Energie." Ein wichtiger Punkt, denn gerade hat sie eine Strom-Nachzahlung aus dem Briefkasten gefischt.