Starnberg/Hohenpeißenberg:Sommer im Herbst

Sonnenreich, zu warm und zu trocken - so war das Wetter im Landkreis nach den Worten von Siegmar Lorenz, der als Wetterbeobachter auf der ältesten Bergwetterwarte der Welt auf dem Hohenpeißenberg arbeitet. Mit einer Monatsmitteltemperatur von 10,3 Grad zeigte sich der Oktober um 2,3 Grad zu warm im langjährigen Vergleich. Als Höchsttemperatur wurden auf dem knapp 1000 Meter hohen Berg am 11. und 14. des Monats jeweils 23,3 Grad gemessen, der höchste Tageswert seit 1781. "Der gefühlte ewige Sommer 2018 hielt also noch bis weit in den Oktober an", bilanziert Lorenz; eine lang anhaltende Südwestströmung habe alle Zutaten für den "Goldenen Oktober" gebracht, so dass sogar ein "Altweibersommer" entstanden sei. Während andere Regionen Deutschlands seit April unter extremer Trockenheit leiden, war am Alpenrand an immerhin neun Oktober-Tagen Regen zu verzeichnen. Insgesamt 51 Liter pro Quadratmeter fielen auf dem Hohenpeißenberg an neun Regentagen, was allerdings nur 73 Prozent der langjährig zu erwartenden Menge ist. Nebel trat an zwölf Tagen im Oktober auf, der aber in den Mittags- und Nachmittagsstunden oft von der Sonne vertrieben wurde. Die Sonne schien nämlich an 187 Stunden, ein Wert, der 25 Prozent über dem Normalwert liegt.

© SZ vom 06.11.2018 / of
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