bedeckt München 17°
vgwortpixel

Polizei:Dritter Blitzeinbruch bei Starnberger Juwelier - 95 000 Euro Schaden

Schon wieder flexen die Täter das Schaufenster auf, fünf Rolex-Uhren nehmen sie mit. Der Inhaber will nun eine Lehre aus der Tat ziehen.

Michael Mayer weiß nicht mehr, was er noch tun kann. Über seinem Juweliergeschäft in der Wittelsbacher Straße hängt eine Überwachungskamera. Die Schaufenster sind aus Panzerglas. In der Auslage liegen nachts nur wenige Uhren. Trotzdem wurde Mayer nun zum dritten Mal Opfer von Einbrechern. Genau eine Minute hat es gedauert, bis die unbekannten Täter mit einer Kettensäge eine Öffnung in das Schaufenster mit den Rolex-Uhren gesägt, sich fünf Uhren im Wert von 95 000 Euro gegriffen hatten und spurlos verschwunden waren. Ein "Blitzeinbruch", wie die Polizei das nennt. Der Überfall passierte Dienstagfrüh um 4.16 Uhr. Die Videoaufnahmen zeigen, dass es sich um mindestens zwei Täter handelt. Einer davon trug eine dunkle Daunenjacke und dunkle Handschuhe. Die Auswertung der Aufnahmen dauert noch an, die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck bittet aber auch um Zeugenhinweise unter Telefon 08141/6120.

Eine Lehre zieht Mayer nun nach diesem Überfall. "Wir legen nachts keine Uhren mehr in die Auslage." Der Schaden sei beträchtlich, aber auch wenn sich das merkwürdig anhöre: "Mir ist so ein Einbruch lieber, als wenn einer mit der Pistole im Laden steht." Erst im vergangenen Mai wurde der letzte Täter einer vierköpfigen Bande verurteilt, die 2010 in nur wenigen Minuten ein Schaufenster des Juweliers mit einer Flex aufgeschnitten und 25 teure Uhren im Wert von insgesamt 120 000 Euro gestohlen hatte.

Kriminalität Mutmaßlicher Juwelier-Einbrecher kommt nach neun Jahren vor Gericht

Kriminalität

Mutmaßlicher Juwelier-Einbrecher kommt nach neun Jahren vor Gericht

Der 35-Jährige soll mit Komplizen das Schaufenster aus Panzerglas aufgeflext und Uhren im Wert von 120 000 Euro gestohlen haben.   Von Manuela Warkocz