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Segeln:Starnberger triumphieren bei Deutscher Meisterschaft

Steuermann Jakob Meggendorfer (re.) und Vorschoter Andreas Spranger schaffen es mit ihrem 49er-Boot "Burgl" an die Spitze der 18 Teams. Als nächstes steht die erste Regatta der Olympiaqualifikation für Tokio 2020 an.

(Foto: Tim Marcour)

Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger vom Bayerischen Yacht-Club machen es spannend bis zum Schluss. Jetzt wollen sie sich für die Olympischen Spiele qualifizieren.

Es war bis zur letzten Wettfahrt spannend. Vor dem "Medal Race" lagen die vier Top-Teams der Internationalen Deutschen Meisterschaft der 49er am Starnberger See punktemäßig so nah beieinander, dass jedes der Segelteams wusste: "Die letzte Wettfahrt entscheidet alles", wie Jakob Meggendorfer sagt. Der 23-Jährige und sein 22 Jahre alter Vorschoter Andreas Spranger konnten die Meisterschaft letztlich für sich entscheiden.

Von vergangenem Donnerstag an machten sich die 18 Teams aus vier Nationen zu 13 Wettfahrten auf, die zehn Besten traten zum Medaillen-Rennen an. "Wir hatten schwierige Bedingungen, es war alles dabei, von viel Wind bis wenig Wind", so Leopold Lindner, Vorsitzender der Jugend- und Juniorenabteilung des Bayerischen Yacht-Clubs (BYC). "Wir können als Jugendabteilung stolz sein, eine Deutsche Meisterschaft ausgerichtet zu haben, das gibt es wirklich nicht oft."

Starnberger See Heimvorteil am Starnberger See
Segeln

Heimvorteil am Starnberger See

Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger vom Bayerischen Yacht-Club segeln bei den Deutschen Meisterschaften in der 49er-Regatta vor Leoni um den Titel.   Von Paula Rentzsch

"An den ersten beiden Tagen hatten wir Schwierigkeiten", erklärt Meggendorfer, "dafür aber einen sehr starken dritten Tag". So lag das Team Meggendorfer-Spranger am Samstagabend punktgleich mit dem norwegischen Duo, den Brüdern Tomas und Mads Mathisen, an der Spitze. Vor dem letzten Rennen am Sonntag war klar: Wer das gewinnt, der wird deutscher Meister. Eine Konstellation, die es "nicht so oft gibt", sagt Meggendorfer und lacht. Dass der erste Anlauf für das "Medal Race" abgebrochen wurde, weil der Wind abgeflaut war, entspannte die Situation auch nicht. Aber für die Studenten Meggendorfer und Spranger, die aus Rosenheim und Kraiburg kommen, nun in Kiel leben und bei ihren Regatten für den Starnberger BYC an den Start gehen, endete die Wettfahrt in ihrem Boot "Burgl" erfolgreich.

Nach einer Woche Urlaub setzen die beiden am nächsten Montag wieder ihr Training am olympischen Bundesstützpunkt in Kiel fort. Als nächstes steht die Weltmeisterschaft Anfang Dezember in Auckland, Neuseeland, an. Sie ist die erste von drei Regatten, die für die Olympiaqualifikation für Tokio 2020 entscheidend sind. "Das ist ein entscheidender Wettkampf für uns, da arbeiten wir seit Jahren drauf hin", erklärt Meggendorfer. Jede der antretenden Bootsklassen kann mit nur einem deutschen Team besetzt werden. So müssen Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger sich gegen die anderen Bewerber, mit denen sie zumeist gemeinsam in Kiel trainieren, durchsetzten.