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Bürger beschweren sich bei Entsorger:Chaos am Giftmobil in Gauting

Die Schadstoff-Annahme bleibt wegen Falschparkern geschlossen. In der Enge an der Baustelle bricht Durcheinander aus - sogar ein MVV-Bus bleibt stecken.

Alte Lacke, Spraydosen, Säuren und andere Chemikalien: Solche Abfälle, die nicht in den Restmüll gehören, können beim Giftmobil abgegeben werden. Das Kommunalunternehmen für Abfallwirtschaft im Landkreis Starnberg (Awista) schickt dazu einen Spezial-Lastwagen der Firma Remondis durch den Landkreis, der zu bestimmten Terminen an verschiedenen Orten Halt macht. Am Mittwoch war einer von fünf vorgesehenen Stationen auf dem Parkplatz beim Bahnhof; etliche Gautinger haben ihre Problemabfälle eingepackt, um sie dort abzugeben, doch losgeworden sind sie die Giftstoffe nicht. Der Grund: Wegen falsch geparkter Autos reichte schlicht der Platz für den großen Lastwagen mit Anhänger und ausklappbarer Treppe nicht aus. Und das war nicht das erste Mal. Ähnliche Probleme gab es dort schon öfter, weiß auch Gautings Bürgermeisterin Brigitte Kössinger (CSU).

Von einem großen "Durcheinander", berichtet Hans Herde, der am Mittwochvormittag selbst einige Dosen mit alten Lacken entsorgen wollte. "Ratlos und verärgert" seien außer ihm noch etwa 30 Gautinger dort mit ihren Tüten und Taschen gestanden, die sie aber wieder mit nach Hause nehmen mussten. Einer hatte eine Autobatterie auf den Gepäckträger seines Fahrrades gezurrt; auch er war vergeblich gekommen. Schließlich sei in dem Chaos sogar ein MVV-Bus stecken geblieben. Beim Awista in Starnberg gingen etliche Beschwerdeanrufe ein, berichtet Sprecher Sebastian Roth. Das Giftmobil fuhr dann unverrichteter Dinge die nächste Station beim Sportgelände in Pentenried an.

Auf dem P&R-Platz herrschten schon immer beengte Verhältnisse. Erschwerend kommt jetzt hinzu, dass wegen einer Großbaustelle direkt nebenan auf einem Grundstück an der Bahnhofstraße ein Teil der Parkplätze gesperrt ist. Der Altglascontainer und der Standort für das Giftmobil wurden erst vor ein paar Wochen an das Ende des Parkplatzes zur Einmündung in die Ammerseestraße verlegt, um die Lage zu entzerren. Der Awista hatte sich in Absprache mit der Gemeinde darauf geeinigt. Doch auch dort gab es nun Probleme. Vor allem deswegen, weil ein Transporter ausgerechnet gegenüber von dem Giftmobil-Standplatz so ungünstig abgestellt war, dass er fast zweieinhalb Meter weit über die markierte Fläche hinaus auf die Fahrbahn ragte.

Der Awista will nun noch deutlicher machen, wo der Platz für das Schadstoffmobil ist und ihn mit einer weiß schraffierten Fläche kenntlich machen. Außerdem soll ein Halteverbotsschild versetzt werden. Und Awista-Sprecher Roth appelliert an die Autofahrer, ordnungsgemäß zu parken und diese Flächen frei zu halten. Dann komme es auch nicht mehr zu einem Durcheinander wie am Mittwoch.