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Ferienbeginn:Brave Ausflügler

Erholungssuchende an den Seen halten sich größtenteils an Corona-Regeln.

Bilderbuchwetter zum Ferienbeginn hat insbesondere am Pfingstmontag viele Ausflügler in den Landkreis Starnberg gelockt. Zwar wurde überall im Fünfseenland ein erhöhtes Besucheraufkommen registriert, doch der befürchtete Ansturm blieb aus. Touristen, Spaziergänger und Sonnenanbeter hielten sich weitgehend an die Kontaktbeschränkungen, so dass auch die Polizeiinspektionen in Starnberg und Herrsching einen relativ ruhigen Nachmittag erlebten.

Beliebte Ausflugsziele, wie etwa das Kloster Andechs, das "Paradies" in Possenhofen oder das Erholungsgelände in Percha und Kempfenhausen, zogen zahlreiche Besucher an, die Parkplätze rund um die heimischen Seen waren bereits am Mittag gut belegt. Zudem hieß es auch bei der Bayerischen Seenschifffahrt wieder "Leinen los", in den Biergärten erfreuten sich viele des typisch bayerischen Lebensgefühls - allerdings unter strenger Beachtung der Auflagen. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), die am Freitag die Wasserwacht in Münsing am Starnberger See und das Bergwacht-Zentrum in Bad Tölz besucht hatte, mahnte Urlauber und Ausflügler zu Vorsicht. Ehrenamtliche Helfer seien in den Ferien vor besondere Herausforderungen gestellt. "Wir müssen Rücksicht aufeinander nehmen, Hygiene- und Abstandsregeln einhalten", sagte Aigner. Alle seien in der Verantwortung - auch an Badeseen und in den Bergen.

Landrat Stefan Frey erinnerte Besucher ebenfalls an die Abstands- und Hygieneregelungen. Es könne sein, so Frey, dass die Besucherparkplätze rund um die Seen zeitweise voll belegt seien. Um Engpässe zu vermeiden, sollten Besucher möglichst mit dem öffentlichen Personennahverkehr und per Radl die beliebten Ausflugsziele im Landkreis ansteuern und das Auto zu Hause zu lassen. Ein Liveblog auf der Webseite der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung informiert unter www.starnbergammersee.de/service/ausflugs-ticker rund um die Uhr über die aktuelle Situation, etwa wenn Parkplätze wegen Überfüllung geschlossen werden oder die maximal zugelassene Personenanzahl im Strandbad erreicht ist.

Die Polizei musste dennoch einmal ausrücken: Knapp 50 Jugendliche hatten sich am Freitag auf der Tutzinger Brahmspromenade eingefunden, um ihre Abiturprüfungen zu feiern. Die Polizei ermahnte die angetroffenen jungen Leute, auch künftig soll es Kontrollen geben.

© SZ vom 02.06.2020

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