Freizeit Boulderhalle in Krailling kommt später

Der Gemeinderat hat dem Plan schon im März zugestimmt. Doch das Landratsamt verlangt einen Bebauungsplan - für drei Kletterfelsen.

Von Carolin Fries

Der Bau der Boulderhalle an der Würm in Krailling verzögert sich. Bürgermeisterin Christine Borst (CSU) rechnet frühestens im Sommer 2019 mit der Eröffnung. Eigentlich wollte Grundstückseigentümer Baldur Trinkl möglichst schnell ein neues Freizeitangebot im Würmtal schaffen, nachdem ihm der Tennisparkbetreiber den Pachtvertrag zum Mai gekündigt hatte. Der Gemeinderat stimmte einer Nutzungsänderung dann auch zügig im März zu. Das Landratsamt aber bremst das Vorhaben nun erst einmal aus. Es verlangt von der Gemeinde einen entsprechend angepassten Bebauungsplan. Dabei geht es um die Freiflächen: Hier liegen aktuell vier Tennisplätze. Künftig sollen dort Kunstfelsen zum Klettern stehen.

Geplant sind drei Felsen, die maximal vier Meter hoch sein dürfen. Sie sollen auf der Fläche der beiden oberhalb gelegenen Tennisplätze direkt neben der Halle stehen. Die Plätze an der Würm dürfen nicht bebaut werden, sie gehören zum Überschwemmungsgebiet. Die 1260 Quadratmeter große Halle selbst bleibt unverändert bestehen. Sie soll das Zentrum der Sportanlage bleiben. Baldur Trinkl war von Anfang an wichtig, mit einer neuen Nutzung möglichst wenig in den Bestand einzugreifen. Er wollte sich am Mittwoch nicht zu der zeitlichen Verzögerung äußern.

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Am Dienstag hat der Kraillinger Gemeinderat einstimmig die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans beschlossen. Nun soll der Planungsverband beauftragt werden, einen Entwurf vorzulegen. Bürgermeisterin Borst rechnet frühestens im Herbst mit der Vorlage im Gemeinderat. Dann allerdings gelte es noch das Auslegungsverfahren abzuwarten und mögliche Einwände von Bürgern oder öffentlichen Trägern abzuwägen. "Der Verkehr wird bestimmt ein Thema sein ", sagt Borst. Sie selbst befürwortet eine Boulderhalle, auch weil es sich um "keine Riesenanlage" handele. "Das ist was kleines Feines", sagt Borst. Bis Anfang der Siebzigerjahre hat die Familie Trinkl an gleicher Stelle ein Freibad an der Würm betrieben. Die vergangenen 30 Jahre wurde in der parkähnlichen Anlage mit altem Baumbestand Tennis gespielt.