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Dritte Liga:Türkgücü holt Petr Ruman

Akribischer Arbeiter: Petr Ruman wechselt vom Kleeblatt nach München.

(Foto: imago sportfotodienst/imago sportfotodienst)

Trainer von Greuther Fürth II wechselt zum ambitionierten Drittligisten. Der Vertrag von Serdar Dayat wird erwartungsgemäß nicht verlängert.

Von Stefan Galler, München

Was sich am vergangenen Wochenende durch die Aussagen des Sportlichen Leiters Roman Plesche bereits angekündigt hatte, ist nun offiziell klar: Türkgücü München geht mit einem neuen Trainer in die kommende Saison. Der Tscheche Petr Ruman, 44, der seit 2018 die zweite Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth in der Regionalliga betreut, übernimmt den ambitionierten Drittligisten im Sommer. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt.

Ruman, der als Spieler 40 Bundesliga- und 175 Zweitliga-Partien für Greuther Fürth, den FSV Mainz 05 und den VfR Aalen bestritt, startete nach dem Ende der aktiven Karriere 2010 direkt seine Trainerlaufbahn. Er war als Jugendtrainer bei Mainz 05, FSV Frankfurt, Darmstadt 98 sowie in der zweiten Mannschaft der Kickers Offenbach tätig.

"Wir sind sehr glücklich, dass wir Petr als neuen Cheftrainer gewinnen konnten. Fachlich hat er seine Kompetenz bei seinen vergangenen Trainerstationen unter Beweis gestellt, zudem bringt er aus seiner aktiven Karriere einiges an Erfahrung aus dem Profibereich mit", sagt Sportchef Plesche. "Wir sind davon überzeugt, dass er dank seiner akribischen Arbeit einen erfolgreichen Fußball anbieten wird."

Der Klub bedankt sich bei Dayat, "dass er sich in einer schwierigen Phase zu diesem kurzfristigen Engagement" bereit erklärt habe

Damit ist klar, dass Serdar Dayat, der nach der Entlassung von Alexander Schmidt die Verantwortung bei Türkgücü übernahm, den Verein im Sommer wieder verlassen wird. "Wir haben uns dafür entschieden, Serdar Dayats Vertrag nicht über die laufende Saison hinaus zu verlängern", teilte Geschäftsführer Max Kothny mit. "Ich möchte mich dennoch bei Serdar bedanken, dass er sich in einer schwierigen Phase zu diesem kurzfristigen Engagement bei Türkgücü München bereit erklärte."

Dayat hat die Mannschaft bislang in neun Drittliga- und zwei Pokalspielen betreut, dabei vier Siege, ein Remis und sechs Niederlagen verbucht. Als der Drittligist den früheren Nachwuchskoordinator von Fenerbahce Istanbul und Assistenten von Thomas Doll bei Genclerbirligi Ankara Ende Februar verpflichtete, gab es reichlich Turbulenzen: So warf unter anderem der frühere Bundesligatrainer Peter Neururer Dayar vor, Unterlagen gefälscht zu haben, um an seine Trainerlizenz zu kommen.

Der 51-Jährige hatte sich schon am Samstag nach dem 0:2 gegen Uerdingen zu einem möglichen Abschied von Türkgücü geäußert: "Ich bin zum Helfen gekommen. Als Profitrainer ist man heute hier und morgen anderswo. Das spielt keine Rolle", so Dayat.

Unklar ist noch, ob Co-Trainer Andreas Pummer und Torwartcoach Michael Hofmann bleiben. Deren Verträge laufen zwar zum Saisonende aus. Da Ruman jedoch kein eigenes Trainerteam mit nach München bringt, dürfte eine Verlängerung für die beiden durchaus eine Option für den Klub sein.

© SZ/lib
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