Semesterbeginn:Die neun ungewöhnlichsten Studentenwohnheime Münchens

Mancherorts leben Studenten an geschichtsträchtigen Orten und in herrlichen Altbauten mit hohen Decken. In einem Wohnheim sind die Preise selbst für Münchner Verhältnisse happig.

Von Franziska Stadlmayer und Isabel Bernstein

1 / 9

Das Künstlerische

-

Quelle: Verschiedene

Am Felsennelkenanger, auf der ehemaligen Panzerwiese im Münchner Norden, steht seit 2009 eine Wohnanlage mit modern eingerichteten Zimmern. Über das Areal sind auffällige Kunstwerke verteilt, innen verbinden Laubengänge die Gebäudeteile. Den Architekten war ein funktionierendes Zusammenleben wichtig, weshalb sie einerseits ausreichend Gemeinschaftsräume anlegten, andererseits auch Rückzugsmöglichkeiten schufen. Bei der Gestaltung der Innenräume wurden Künstler miteinbezogen.

Felsennelkenanger 7-21; Wartezeit 2-3 Semester; erreichbar mit der U2 bis Dülferstraße

2 / 9

Das Größte

-

Quelle: Verschiedene: Siehe Bild

Die Studentenstadt (StuSta) Freimann ist mit knapp 2500 Bewohnern eine der größten Wohnanlagen Deutschlands. Aufgeteilt ist die Anlage in die "Altstadt", erbaut in den 1960er-Jahren, und die "Neustadt" aus den 1970er-Jahren. In dieser Zeit wurden die, inzwischen leicht in die Jahre gekommenen, charakteristischen Hochhäuser gebaut. Kennzeichen der StuSta ist die lebendige studentische Gemeinschaft. Es gibt einen kleinen Laden, der die Studenten mit dem Nötigsten an Essen und Getränken versorgt, selbstverwaltete Kneipen, Kultur- und Sportveranstaltungen und als jährlichen Höhepunkt: das StuStaCulum, ein Theater- und Musikfestival.

Christoph-Probst-Straße 10; Wartezeit 2-4 Semester; erreichbar mit der U6 bis Studentenstadt

3 / 9

Das Kleinste

-

Quelle: Franziska Stadlmayer

An der Adalbertstraße befindet sich das kleinste Studentenwohnheim Münchens. 2009 schenkte die Studentenhilfe Nordgau e.V. dem Studentenwerk das Haus, das Platz für acht Studenten bietet. Es gibt eine Gemeinschaftsküche, einen Frühstücksraum, eine Bar und einen Clubraum. Besonderes Highlight: die Dachterrasse auf dem Rückgebäude. Wem es im Haus doch mal zu eng wird, findet vor der Tür das Schwabinger Studentenviertel mit Kulturangeboten, Bars und Restaurants.

Adalbertstraße 41; Wartezeit auf Anfrage; erreichbar mit der U3/U6 bis Universität oder der Tram 27 bis Nordendstraße

4 / 9

Das Schönste

-

Quelle: Verschiedene: Siehe Bild

Das Biedersteiner Schloss ist eine ehemalige Sommerresidenz der Wittelsbacher. Von 1950 an entstand im Schlosspark ein Studentenwohnsiedlung. Als Überbleibsel aus der Schlosszeit sind noch zwei steinerne Torpfeiler mit neubarocken schmiedeeisernen Torflügeln auf dem Areal des Studentenwohnheims zu finden. Die Wohnanlage ist denkmalgeschützt und liegt in ruhiger Lage zentral am Englischen Garten. Wer als Nicht-Bewohner einen Blick in das Wohnheim werfen will, sollte den legendären Biedersteiner-Fasching besuchen.

Biedersteiner Straße 22-30a; Wartezeit 2-4 Semester; erreichbar mit der U6 bis Dietlindenstraße

5 / 9

Das Sportliche

-

Quelle: Verschiedene

Im ehemaligen Olympischen Frauendorf wohnen seit 1972 im Hochhaus und in den Bungalows Studenten. In unmittelbarer Nachbarschaft, in der ehemaligen Olympiaanlage, findet ein großer Teil der Aktivitäten des Hochschulsports statt. Für die Bewohner des Olympiadorfs also die Gelegenheit, vor der eigenen Haustür für wenig Geld an Yoga- und Boxkursen teilzunehmen oder andere Sportarten auszuprobieren.

Helene-Mayer-Ring 9; Wartezeit 3-4 Semester; erreichbar mit der U3 bis Olympiazentrum

6 / 9

Das Teure

Studentenwohnheim in München, 2017

Quelle: Robert Haas

München hat seit Anfang Oktober ein neues Studentenwohnheim: In die japanisch-bayerische Wohnanlage "Reserl" am Resi-Huber-Platz sind erst Anfang Oktober 2017 die ersten Studenten eingezogen. Die Preise sind selbst für Münchner Verhältnisse happig: Zwischen 25 und 38 Euro Miete kostet der Quadratmeter, das macht 700 bis 2000 Euro monatlich pro Appartement.

7 / 9

Das Musikalische

-

Quelle: Verschiedene

Das Wohnheim in der Notburga- und Volksgartenstraße ist bei Studenten nicht nur wegen der guten Lage beliebt. In der "Notburg" wohnen überwiegend Musikstudenten, für die es im Gebäude einen Kammermusiksaal und Musikübungsräume gibt. Wer hier einzieht, sollte also nicht lärmempfindlich sein. Das Miteinander wird von den Bewohnern sehr geschätzt und zwischen den Übungsstunden bieten sich immer wieder Gelegenheiten zu einem Spaziergang im nahen Nymphenburger Park.

Notburgastraße 19-21 und Volksgartenstraße 10 (Fraundorfer Haus); Wartezeit 1-2 Semster; erreichbar mit den Tramlinien 12/17 oder den Bussen 32/68 bis Romanplatz

8 / 9

Das Denkmalgeschützte

-

Quelle: Verschiedene: Siehe Bild

Die Zimmer sind genauso spartanisch ausgestattet wie in anderen Studentenwohnheimen, aber das Gebäude hat sich den Charme vergangener Zeiten bewahrt: Das Heinz-Neumann-Haus ist ein ehemaliges Postwohnheim, erbaut im Jahr 1905. Typisch für einen Altbau gibt es hier in den großen Zimmern hohe Decken und Fenster, Parkettboden sowie einen schönen Eingangsbereich. Um den Charme zu erhalten, ist das Areal denkmalgeschützt. Für die Studenten bedeutet das: Rücksicht nehmen und das alte Gebäude mit Respekt behandeln.

Dachauerstraße 25; Wartezeit 3-4 Semester; erreichbar mit der U2 bis Königsplatz

9 / 9

Das Moderne

-

Quelle: Verschiedene

Das Studentenwohnheim Garching II ist eines der neuesten Gebäude untern den Wohnheimen des Studentenwerks. 2005 errichtet, fällt es durch seine auffällige Konstruktion auf: Die Appartements erreicht man über einen Laubengang - eine Art überdachter Flur im Freien. Ein Netz aus Stahlseilen spannt sich statt eines Geländers über die freiliegenden Gänge. Die Zimmer sind dank der verglasten Außenwand lichtdurchflutet und modern eingerichtet. Das Gebäude passt zum High-Tech Standort Garching. Für Studenten des Campus ist die Anlage bestens geeignet, Innenstadtstudenten müssen dagegen gut eine halbe Stunde Fahrzeit zur Uni einrechnen.

Enzianstraße 1-3; Wartezeit 3 Semester; erreichbar mit der U6 bis Garching Forschungszentrum oder mit den Bussen 290, 291 oder 691

© SZ.de/imei
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema