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Schwanthalerhöhe:Ein Klang wie ein Mysterium

Überall ist dieser Klang, wie Ton gewordene Luft, füllt den Raum sämtlich, selbst hoch oben im Mittelschiff, wo sich die vier Arme dieser trutzigen neuromanischen Kirche kreuzen. Ein Klang wie ein Mysterium, neonsattes Licht erhebt den Altarbereich zur Sphäre. So fühlt es sich an, wenn in der Reihe "Ascending Voices" ein Konzert in der katholischen St. Rupert Kirche im Westend gegeben wird. Einmal im Jahr finden sich Sänger, Instrumentalisten, Komponisten und Zuhörerinnen zusammen, mit moderner und geistlicher Musik zu experimentieren, flankiert von Licht- und Videoinstallationen, auch wieder an diesem Sonntag, 25. Oktober, um 19 Uhr in St. Rupert, Kiliansplatz 1.

Andreas Götz ist künstlerischer Leiter der Ascending Voices und seit 1996 hauptamtlicher Kirchenmusiker von St. Rupert. Das Konzert stehe ganz im Zeichen der freien Improvisation und der experimentellen Klangerfahrung. "Einen Konzertabend lang wagen die beteiligten Ensemblesänger und geladenen Instrumentalisten, die vorgefundene Atmosphäre in musikalischen Aktivität zu transformieren." Die Konzeptimprovisationen nehmen Bezug auf die Archaik des Gregorianischen Chorals, die Renaissanceklänge von Machauts Vokalmusik sowie auf die impressionistisch-mondänen und mystischen Orgelwerke von Louis Vierne und Charles Tournemire.

Zu hören sind Cathy Stevens ( Viola, Violine, 6 String Violectra), Udo Dzierzanowski (Gitarre, Computer), Andreas Götz (Orgel), Matthias Privler (Obertongesang), Alexander Hermann (Synthesizer), der auch Leiter des Vokalensemble Chrismós ist. Karten zu 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, gibt es ausschließlich per Anmeldung unter www.ascending-voices.de; Restkarten an der Abendkasse.

© SZ vom 24.10.2020 / czg

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