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Schwabing/Freimann:Zuschüsse mit Augenmaß

Großzügig, aber durchaus mit Augenmaß - diese Linie hat der Bezirksausschuss Schwabing-Freimann bei einer Handvoll von Zuschussanträgen in der Sitzung seines Feriensenats verfolgt. So kürzten die Lokalpolitiker die beantragte Zuwendung durch den Corso-Leopold-Verein für die zweite Auflage seines Straßenfests in diesem Jahr von den erbetenen 7996 auf 4500 Euro zusammen. Mit dem Geld, das man bereits für das Fest im Frühsommer bewilligt habe, entspreche das dem Volumen des vergangenen Jahres, hieß es. Außerdem gaben die Stadtteilvertreter dem Jazzkombinat weitere 6400 Euro, ebenfalls für Auftritte beim Corso Leopold. Die Initiatoren des Jazzfestivals hatten zwar auf 9100 Euro gehofft, erhielten aber lediglich den Teil der Finanzierung, der in die Künstlergagen fließt - diesen Teil aber voll. Man war sich im Gremium einig, dass dieser Versuch, den Anspruch des Straßenfestes zu erhöhen, gefördert werden müsse. Das Gremium sah sich aber außerstande, den sehr kurzfristig eingereichten Antrag über die volle Summe zu bewilligen - zumal auch Posten wie etwa zu Bühnentechnik enthalten waren, die nach Informationen der Stadtteilpolitiker ohnehin vom Kulturreferat organisiert werden.

Der Träger der Domagkateliers bekommt unter Hinweis auf bereits mehrfache Förderung von Ereignissen und Geld für die Sanierung im Jahr 2019 nur 2500 statt 5000 Euro, die Initiative Dolce Vita für einen "Künstlersonntag" die vollen 750 Euro. Und die Nachfolger von Heppel & Ettlich müssen sich für ihr Geburtstagsfestival zum einjährigen Bestehen der Schwabinger Kulturkneipe mit 1500 statt 3655 Euro begnügen.