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Schmuck-Messe:Schöner Schein mit Schwein

"Access to unknown world" hat der Wu Dongyi eines der Schmuckstücke genannt, das er bei der "Munich Jewellery Week" zeigt.

(Foto: IHM)

Bei der "Munich Jewellery Week" anlässlich der Handwerksmesse lassen sich bei Hunderten von Events alle nur denkbaren Formen von Geschmeide bewundern.

Natürlich ist es ein großer Zufall, dass dieser Vor-Frühling in Sachen Kunst, Design und Schmuck so ereignisreich ist. Dass eine Ausstellung zum Thema Faust ein ganzes Festival hervorbringt. Dass eine große Schau zum Maler Paul Klee gleich in drei Ausstellungen mit einem riesigen Begleitprogramm Gestalt an nimmt. Dass eine Designwoche, 2012 bescheiden gestartet, sich mittlerweile fest im Verranstaltungskalender der Stadt München etabliert hat und jedes Frühjahr mehr und mehr Design-Begeisterte aus vielen Ländern anzieht.

Und dass ein Klassiker wie die Schmuck-Ausstellung auf der Handwerksmesse immer mehr um sich greift, so dass zu allem zuvor Genannten auch Hunderte von Schmuckevents die ganze Stadt überziehen. Ja, es ist sicherlich auch ein bisschen dem Zufall geschuldet, dass sich all dies gerade so ballt. Aber wenn man auf die von der Kunst ausgehenden Impulse in diesem Frühjahr blickt, muss man feststellen: Kunst bewegt. Und im Hinblick auf die nicht nur tage-, sondern wochen- und monatelangen Veranstaltungen, bewegt sie regelrecht die Massen.

Die Schmuckbegeisterten unter ihnen werden dieser Tage vor allem zur "Handwerk & Design" auf dem Messegelände pilgern, wo neun renommierte Galerien und die Sonderschau "Schmuck" die Internationale Handwerksmesse auf dem Riemer Messegelände vom 7. bis 13. März zum Treffpunkt für Schmuckliebhaber, Sammler, Galeristen und Museumskuratoren aus aller Welt machen. Auf der Schau sind 65 Schmuckkünstler aus 21 Ländern vertreten. Mehr als 900 Goldschmiede und Schmuckkünstler aus rund 70 Ländern haben sich in diesem Jahr beworben, um mit ihrem zeitgenössischen Autorenschmuck auf der Messe vertreten zu sein.

Die auf der Messe vertretenen Schmuckkünstler wurden in diesem Jahr von Hans Stofer ausgewählt, dem Leiter der Schmuckklasse an der Burg Giebichenstein. Unter den 21 Nationen ist Deutschland am stärksten vertreten, gefolgt von Japan, Argentinien und den Niederlanden.

Die besten Arbeiten der "Schmuck" werden am Samstag, 10. März, um 17 Uhr ausgezeichnet, wenn der begehrte Herbert-Hofmann-Preise verliehen wird. Außerdem wird alljährlich ein "Klassiker der Moderne" mit einer Retrospektive geehrt. In diesem Jahr ist dies der Schweizer Otto Künzli, bis 2014 Professor an der Akademie der Bildenden Künste München und prägende Figur im Bereich des zeitgenössischen Autorenschmucks weltweit.

Die neun internationalen Galerien, die auf der Handwerksmesse dabei sind, stellen sich unter dem Titel "Frame" vor und kommen aus Schweden, den Niederlanden, Deutschland, Thailand, Neuseeland, der Schweiz und Großbritannien.

Schmuck 2018, Sonderschau der 70. Internationalen Handwerksmesse München, 7. bis 13. März, tgl. 9.30 bis 18 Uhr, Messegelände, Halle B1, 089/189149555, www.ihm-handwerk-design.com Munich Jewellery Week, 5. bis 13. März, Infos unter www.munichjewelleryweek.com

© SZ EXTRA vom 01.03.2018/amm
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