S-Bahn Fahrgast verletzt am Stachus fünf Kontrolleure

  • Ein 23-Jähriger soll sich am Samstag einer Fahrscheinkontrolle widersetzt und dabei fünf Mitarbeiter der Deutschen Bahn verletzt haben.
  • Drei der Mitarbeiter wollten in einer S-Bahn den Fahrschein des Mannes kontrollieren.
Von Martin Bernstein

Uneinsichtige und gewalttätige Fahrgäste haben Mitarbeitern der Bahn (DB) und der Bundespolizei das Leben schwer gemacht. Ein 23-Jähriger widersetzte sich am Samstag einer Fahrscheinkontrolle und verletzte dabei fünf DB-Mitarbeiter. Drei von ihnen kontrollierten gegen 22.15 Uhr in einer S 2 vor der Haltestelle Stachus Fahrausweise.

Der 23-Jährige soll zunächst nach einem Mitarbeiter getreten haben. Als sich ein Kollege schützend dazwischen stellte, versetzte er diesem unvermittelt einen Schlag in den Magen. Am Stachus verlagerte sich die Auseinandersetzung auf den Bahnsteig.

Jetzt versuchte der Mann, die Mitarbeiter zu beißen. Die bekamen aber Verstärkung, und zu fünft gelang es ihnen, den Mann, der um sich schlug und trat, zu beißen versuchte und Kopfstöße austeilen wollte, bis zum Eintreffen der Bundespolizei unter Kontrolle zu bringen.

Bei dem Vorfall wurde ein bisher Unbekannter beobachtet, der den Vorfall filmte. Als er von einem Kontrolleur aufgefordert wurde, das Filmen zu unterlassen, soll der Mann ein etwa 20 Zentimeter langes Messer aus der Tasche gezogen und es mit ausgestrecktem Arm drohend in Richtung des DB-Mitarbeiters gehalten haben. Die Bundespolizei sucht nun nach dem Mann.

Der Samstag hatte für die Polizisten bereits unerfreulich begonnen. Ein 24-Jähriger geriet gegen 4 Uhr am Ostbahnhof mit einer Gruppe von fünf bis sieben Männern aneinander, die seine 21-jährige Begleiterin sexuell belästigt haben sollen. Einer soll den 24-Jährigen mit einer zerschlagenen Flasche bedroht haben, während ihn ein zweiter attackiert haben soll. Mit Pfefferspray wurde die Situation unter Kontrolle gebracht, die Bundespolizei sucht nun nach den Mitgliedern der Gruppe.

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