Schwieriges Verhältnis

Anmerkung der Redaktion: In der Pfingstausgabe vom 23. Mai berichtete die Süddeutsche Zeitung auf der Seite Drei unter dem Titel "Rock oder stirb" über den Konkurrenzkampf zweier Veranstalter von Rockfestivals. Der eine ist Peter Schwenkow, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Entertainment AG (Deag), der in diesem Jahr in den Markt der großen Rockfestivals eingestiegen ist, unter anderem mit dem Rockavaria in München und dem Rock im Revier auf Schalke. Sein Konkurrent ist die Marek Lieberberg Konzertagentur, die Rock am Ring und Rock im Park veranstaltet. In dem Text wurde die Frage aufgeworfen, ob Schwenkow und die Deag sich mit ihrer Expansion in den Festivalbereich verhoben haben und ob im Extremfall die Existenz des Unternehmens in Gefahr geraten könnte. Die Deag hatte während der Recherche versucht, mit Anwaltsschreiben die Berichterstattung zu unterbinden.

Am Donnerstag, also einen Tag vor Beginn des Festivals, veranstaltete die Deag eine Pressekonferenz zum Rockavaria. Deag-Pressesprecher Michael van Almsick verwehrte dem Berichterstatter der SZ den Einlass. Die SZ habe keine Einladung erhalten und sei nicht erwünscht. Man arbeite gern mit qualifizierten Journalisten zusammen, sagte van Almsick. Die Süddeutsche gehöre in diesem Fall nicht dazu. Schließlich wies er einen Sicherheitsmitarbeiter an, den SZ-Journalisten auch nicht mehr in den Vorraum zur Pressekonferenz hineinzulassen.

Außerdem lehnte die Deag es ab, mehrere SZ-Journalisten für das Rockavaria zu akkreditieren, auch solche, die bisher nicht mit dem Thema befasst waren. Dies betrifft auch einen Fotografen, der Bilder für die SZ machen sollte.

Bild: dpa 1. Juni 2015, 00:392015-06-01 00:39:42 © SZ.de/lime/kbl