Lokaltermin mit Politik und Verwaltung:Warten auf den Architekten

Lesezeit: 2 min

Lokaltermin mit Politik und Verwaltung: Unzufrieden sind viele Lokalpolitiker mit dem Zustand des Riemer Parks.

Unzufrieden sind viele Lokalpolitiker mit dem Zustand des Riemer Parks.

(Foto: Robert Haas)

Die Wünsche für eine Verschönerung des 2005 eröffneten Riemer Parks werden derzeit geprüft. Ohne den Inhaber der Urheberrechte an der Gestaltung aber wird es keine Veränderung geben. Landschaftsplaner Gilles Vexlard will sich im Frühjahr äußern.

Von Ilona Gerdom

Die Lokalpolitikerinnen und -politiker des Bezirksausschusses (BA) Trudering-Riem treten von einem Fuß auf den anderen, um sich warm zu halten. Die Vertreterinnen vom städtischen Gartenbau und aus dem Sozialreferat haben die Hände tief in den Taschen vergraben. Trotzdem muss dieses Treffen sein, denn die Liste der Forderungen an den Riemer Park ist lang. Der Termin zeigt: Einiges wird gerade realisiert, manches ist schon fertig, und bei vielem muss man sich in Geduld üben.

Seit der Bundesgartenschau 2005, mit der der Park eröffnet wurde, ist einige Zeit vergangen. Gerade in den Pandemie-Sommern war die Anlage gut besucht. Deutlich wurde da auch, dass es viele Ideen und Anregungen gibt, wie die Fläche genutzt werden kann und soll. Ein Floorballfeld, ein zusätzlicher Bolzplatz, mehr Schatten am Riemer See - das sind nur ein paar der Wünsche aus dem Viertel an den Park. Dazu kommt die Neugestaltung der Südfassade des Seekiosks, deren jetzigen Zustand Ruth Pouvreau (Grüne) als "einfach hässlich" bezeichnet. Auch in der Bürgerversammlung war gefordert worden, die Wand zu verschönern - zum Beispiel mit Street Art.

Nach dem gestiegenen Müllaufkommen wird bereits häufiger gereinigt

Doch was nach wenig Aufwand klingt, lässt sich in diesem Fall weder leicht noch schnell umsetzen. Denn die Grünanlage ist urheberrechtlich geschützt. "Alle Eingriffe, die das Erscheinungsbild verändern", müssen daher laut Pressestelle des Baureferats mit dem "Urheberrechtsinhaber" abgestimmt werden. Dabei handelt es sich um den Landschaftsarchitekten Gilles Vexlard beziehungsweise sein Büro Latitude Nord. Diesem wurde nun ein Katalog mit Forderungen zugesandt. Was davon umgesetzt wird, sei "abhängig von den Untersuchungsergebnissen". Die erwartet das städtische Referat im Frühjahr 2022.

Neben einer Reihe von Themen, die das Architekturbüro nun prüft, gibt es aber auch Wünsche, die bereits umgesetzt sind. Nachdem es in den vergangenen Sommern zu zahlreichen Beschwerden wegen Müllansammlungen gekommen war, seien zusätzliche Abfalleimer und Container aufgestellt worden, so das Referat. Außerdem habe man den "Reinigungsturnus insbesondere am See" angepasst. Zudem werde gerade ein Streetball-Platz an der Skateanlage errichtet. Im kommenden Sommer soll außerdem die Liegewiese am Südufer des Sees erweitert werden.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB