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Polizei:Achtjähriger in Fußgängerzone vermisst - Trambahnfahrer findet ihn

Straßenbahn nach Grünwald

In der Straßenbahn nach Grünwald begegnete der Junge einem arabischsprechenden Trambahnfahrer.

(Foto: RUMPF, STEPHAN)

Sogar der Generalkonsul hatte sich schon in die Suche nach dem Jungen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eingeschaltet.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind ein Zusammenschluss von sieben Wüsten-Fürstentümern. In allen spricht man arabisch - was durchaus von Vorteil sein kann, wenn man acht Jahre alt ist und beim Einkaufsbummel mit den Eltern verloren geht. Einem Buben aus den VAE ist genau das am Montagnachmittag passiert.

Irgendwann saß er ziemlich verloren in einer Tram der Linie 25, die Richtung Grünwald rollte. Doch der junge München-Besucher von der arabischen Halbinsel hatte Glück. Denn im Führerhaus der Straßenbahn saß ein Trambahnfahrer der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), der ebenfalls arabisch spricht. Und der meldete gegen 17 Uhr, dass der Junge bei ihm sei und an der Endhaltestelle in Grünwald abgeholt werden könne.

Das besorgte dann eine Streife der Polizeiinspektion 32. Vorausgegangen war eine längere Suchaktion, zunächst der Eltern, dann, als diese ihren Sohn nach mehr als einer Stunde im Präsidium vermisst gemeldet hatten, der Polizei.

Welche Position die Eltern des Buben in einem der sieben Emirate bekleiden, mochte am Dienstag niemand verraten. Jedenfalls wurden zur Suche nach ihm gleich mehre Streifen sowie Beamte der Einsatzhundertschaft in die Fußgängerzone und die dortigen Kaufhäuser geschickt.

Auch die Leitstelle für den öffentlichen Nahverkehr und die dort aktiven Sicherheitsdienste schalteten sich ein, dazu die Bundespolizeiinspektion. Eineinhalb Stunden, nachdem die Eltern ihren Buben vermisst gemeldet hatten, erkundigte sich bereits Abdulbaset Mohammed Abdulla Ali Al Marzooqi, der Münchner Generalkonsul der VAE, nach dem Stand der Dinge. Um 17.10 Uhr durften dann alle aufatmen. Dank eines arabisch sprechenden Trambahnfahrers der Linie 25.

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© SZ vom 12.07.2017/libo
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