Pasing/Obermenzing Joachim Hermann will es wissen

Verkehrsminister beauftragt Studie zum S-Bahn-Halt Berduxstraße

Für den möglichen S-Bahn-Halt Berduxstraße im neuen Wohnquartier an der Paul-Gerhardt-Allee wird Bayerns Verkehrsminister Joachim Hermann (CSU) nun eine Machbarkeitsstudie bei der Obersten Baubehörde in Auftrag geben. Dies hat er in einem Schreiben seinem Parteikollegen Otmar Bernhard, Landtagsabgeordneter für den Münchner Westen, mitgeteilt. Die Studie soll Aufschluss darüber geben, ob die im Stadtbezirk vehement geforderte Haltestation an der S-Bahnlinie 2 technisch möglich ist und aus verkehrlicher Sicht Nutzen bringt.

Bernhard hatte zuvor beim Minister eine neue Studie mit dem Hinweis angeregt, dass alle bisherigen fachlichen Bewertungen zum S-Bahn-Halt im neuen Wohngebiet, in dem in den kommenden Jahren mehr als 5500 Menschen leben und mehr als 1000 arbeiten werden, auf anderen Voraussetzungen basieren. So stuft das Büro Intraplan Consult GmbH den Halt als unwirtschaftlich ein - unter anderem, weil das neue Quartier unter der Schallgrenze von 10 000 Bewohnern liegt, die für solche Projekte im Öffentlichen Personennahverkehr als "gesamtwirtschaftlich vorteilhaft" erachtet werden.

Vor allem aber basieren die bisherigen Bewertungen immer auf dem Szenario, dass der Halt Berduxstraße überhaupt erst nach Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke und der Umstellung der Linie S 2 auf den 15-Minuten-Taxt mit zusätzlich eingesetzten Express-S-Bahnen zu realisieren sei. Viel zu spät, nicht nur nach Auffassung Bernhards. Die neue Machbarkeitsstudie soll betrachten, wie sich der Halt vor dieser Fahrplanumstellung auf den Betrieb auswirken würde. Im Stadtviertel herrscht unter den Vertretern aller politischen Richtungen und den Bewohnern der angrenzenden Wohngebiete die Meinung vor, dass die bislang geplante Anbindung des neuen Quartiers mit Shuttlebussen und Radwegen an den öffentlichen Nahverkehr völlig unzureichend ist.

Mit der neuen Machbarkeitsstudie, so glaubt Otmar Bernhard, "rückt der S-Bahnhof an der Berduxstraße näher".