Oktoberfest:So viel Oide Wiesn wird es 2016 geben

Lesezeit: 2 min

Festzelt 'Tradition' auf dem Münchner Oktoberfest, 2011

Das Festzelt wird ein Programm wie auf der Wiesn präsentieren.

(Foto: Rumpf)

Das Festzelt "Tradition" von der Oidn Wiesn wird in verkleinerter Form zum Bierzelt des Zentralen Landwirtschaftsfestes. Für Oktoberfest-Besucher bedeutet das: beschränkte Öffnungszeiten.

Von Franz Kotteder

Einen Hauch von Oider Wiesn wird es auch im kommenden Jahr beim Oktoberfest geben - obwohl dann wie alle vier Jahre das Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) des Bayerischen Bauernverbands im Südteil der Theresienwiese stattfindet und damit eigentlich kein Platz mehr für die beliebte Nebenveranstaltung ist.

Stadt und Bauernverband haben sich aber darauf geeinigt, das Festzelt "Tradition" von der Oiden Wiesn 2016 an der Ecke Bavariaring/Matthias-Pschorr-Straße aufzustellen. Es soll zugleich als Festzelt für das Landwirtschaftsfest dienen und auch nach der einwöchigen Bauern-Veranstaltung für die Allgemeinheit geöffnet bleiben. Das verkündeten Bürgermeister und Wirtschaftsreferent Josef Schmid (CSU) und Bauernverbandspräsident Walter Heidl am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Wie das Festzelt auf dem ZLF integriert wird

Praktischerweise waren die beiden Betreiberfamilien Winklhofer und Wieser schon bisher Festzeltwirte sowohl auf dem ZLF als auch auf der Oidn Wiesn. Nun werden sie ihr Zelt, geringfügig verkleinert, in unmittelbarer Nachbarschaft zum normalen Oktoberfest aufstellen und dort ein ähnliches Programm wie auf der Oiden Wiesn präsentieren: mit Trachten- und Musikgruppen aus ganz Bayern und mit Bier von Augustiner aus dem Holzfass.

Während das Landwirtschaftsfest jedoch nur die ersten neun Tage jeweils bis 18 Uhr geöffnet hat, ist das Zelt nun während dieser Zeit von 18 bis 22 Uhr auch für normale Wiesnbesucher geöffnet und die übrigen acht Oktoberfesttage bis zum 3. Oktober dann ganztags. Dann wird allerdings - ähnlich wie bei der Oidn Wiesn - zwei Euro Eintritt verlangt. Der Reinerlös geht an soziale Einrichtungen in München. Im Eintrittspreis enthalten ist der Zugang zum "fränkischen Dorfplatz" des ZLF, auf dem unter anderem Wein, Brauchtum und Handwerk aus Franken präsentiert werden.

Welche Fragen noch offen sind

Noch nicht geklärt ist, wie beispielsweise Reservierungen für das exterritoriale Bierzelt gehandhabt werden. Derlei kann der jeweilige Veranstalter festlegen. Im Falle des Oktoberfests und der Oidn Wiesn ist das die Stadt, beim Zentral-Landwirtschaftsfest allerdings der Bauernverband. Dessen Präsident Heidl meinte sichtlich überrascht, darüber habe man sich im Verband noch keine Gedanken gemacht. Auch der Bierpreis stehe noch nicht fest, der werde von Brauerei und Wirt bestimmt.

Eine klare Absage erteilte Bürgermeister Schmid Bestrebungen, das ZLF ganz von der Theresienwiese zu verdrängen: "Das Landwirtschaftsfest und die Wiesn gehören historisch zusammen." Bisher hätten auch lediglich die beiden Stadträte der AfD-Abspaltung Alfa für eine Verlagerung plädiert, eine entsprechende Online-Petition habe in zwei Monaten gerade mal 750 Befürworter gefunden. Schmid: "Die Antwort der Stadt darauf kann ich eigentlich schon heute vorwegnehmen."

Bauernverbandspräsident Walter Heidl zeigte sich zufrieden, "dass die Stadt ihre Verbundenheit mit den Bauern und damit ihre Bodenhaftung erhalten will". Das ZLF findet 2016 vom 17. bis 25. September statt, der Eintritt beträgt für Erwachsene 14,50 Euro, für Kinder 3,50 Euro.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB