Oktoberfest:Badewannen voll Müll

Weniger Besucher, weniger Bier - und dennoch alle Hände voll zu tun. Am letzten Wiesn-Tag ziehen die Veranstalter und die MVG Bilanz.

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Oktoberfest 2015 - Übersicht

Quelle: dpa

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Die schlechte Nachricht zuerst: Heuer kamen nicht so viele Besucher auf die Theresienwiese wie im Vorjahr. Nach Angaben der Festleitung besuchten etwa 5,9 Millionen Menschen das größte Volksfest der Welt. Das sind 400 000 weniger als 2014. Wiesn-Chef und Bürgermeister Josef Schmid vermutet als Gründe dafür das kühle Wetter und die Grenzkontrollen.

Neue Eichstriche für Wiesn-Maß

Quelle: dpa

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Der Rückgang bei den Besucherzahlen wirkt sich natürlich auch auf den Bierkonsum aus. 7,3 Millionen Mass Bier wurden getrunken - 400 000 Liter weniger als im Vorjahr.

Arbeit in der Wiesn-Küche

Quelle: dpa

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Hunger hatten die Besucher jedoch wie eh und je. In der Ochsenbraterei wurden 114 Ochsen verspeist (2014: 112). In der Kalbsbraterei wurden 50 Kälber benötigt (2014: 48).

Bilanz der Wiesn: Weniger Bier, weniger Besucher

Quelle: Robert Haas

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Es ist verboten, Masskrüge aus den Zelten mitzunehmen. Dennoch versuchen jedes Jahr wieder einige ihr Glück - oftmals vergebens. Ordner nahmen Andenkenjägern 110 000 (2014: 112 000) Bierkrüge in den Festzelten und an den Ausgängen ab.

Standkonzert auf dem Münchner Oktoberfest, 2015

Quelle: Robert Haas

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Und was waren die Wiesnhits? Klar, ohne "Ein Prosit der Gemütlichkeit" geht in den Zelten gar nichts. Sonst spielten die Kapellen vor allem "Liebeskummer lohnt sich nicht" sowie "Tage wie dieser" oder "Fürstenfeld".

Oktoberfest 2015

Quelle: dpa

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Und wie lief die Wiesn aus Sicht der Polizei? Sie verzeichnet einen Rückgang ihrer Einsätze um knapp neun Prozent. Die Beamten mussten 2017 Mal ausrücken (2014: 2205). Davon registrierten die Beamten 1191 Straftaten (2014: 1290). Allerdings gab es 47 Maßkrugschlägereien - elf mehr als im Vorjahr.

Oktoberfest 2015 - Wiesn-Sanitäter

Quelle: dpa

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Und auch die Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ziehen eine positive Bilanz. Mussten sie im vergangenen Jahr noch 7892 Menschen behandeln, waren es heuer noch 6687 Wiesn-Besucher, die medizinische Hilfe brauchten. Für die Hälfte der Betroffenen reichten Pflaster und Medikamente. Wegen einer Alkoholvergiftung mussten 628 Wiesn-Gäste behandelt werden.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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Und auch die MVG zieht Bilanz - und spricht auch heuer wieder von einem "Kraftakt". Kein Wunder, denn in den 16 Wiesn-Tagen haben U-Bahn, Bus und Tram etwa 3,5 Millionen zusätzliche Fahrgäste befördert.

Und die hinterlassen auch eine Menge Müll: Allein an der U-Bahnstation Theresienwiese kehrten die Reinigungskräfte etwa 100 Badewannen Abfall zusammen.

Sperrung U-Bahnhof Theresienwiese

Quelle: Alessandra Schellnegger

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Um dem Andrang überhaupt Herr zu werden, musste der U-Bahnhof Theresienwiese 121 Mal wegen Überlastung kurzzeitig gesperrt werden: Der Haupteingang zur Theresienswiese war bis einschließlich Samstag 85 Mal dicht. Der zur Paulskirche 36 Mal.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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Ohne zusätzliches Personal wäre wohl überhaupt nichts mehr gegangen. In Spitzenzeiten hatten MVG und U-Bahnwache bis zu 60 Mitarbeiter allein im U-Bahnhof Theresienwiese im Einsatz.

(Wie sich ein S-Bahnfahrer während der Wiesn fühlt, lesen Sie hier.)

© SZ.de/bica
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