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Obergiesing/Fasangarten:Zahnpflege mit wenig Bürokratie

Man sollte nicht nur Karies frühzeitig bekämpfen beziehungsweise vermeiden, sondern auch eine überbordende Bürokratie. Genau darauf zielt ein Antrag der Grünen-Fraktion, den der Bezirksausschuss Obergiesing-Fasangarten mehrheitlich beschlossen hat: Es geht dabei um das Programm zur Zahnhygiene, welches für Kinder in städtischen beziehungsweise städtisch geförderten Kindertagesstätten angeboten wird und für das augenblicklich noch die Einwilligung der Eltern eingeholt werden muss. In dem Antrag wird nun die Stadtverwaltung aufgefordert, diesen Prozess als Widerspruchslösung zu gestalten.

In der Begründung begrüßen die Grünen ausdrücklich das vom Referat für Gesundheit und Umwelt angebotene Programm zum Erlernen der Zahnpflege. Im Namen ihrer Kinder müssen dabei die Erziehungsberechtigten auf einem Formular schriftlich ihre Einwilligung erteilen. Dieses Prozedere bedeute für die Kita-Leitungen aber zusätzlichen bürokratischen Aufwand: "Die Einwilligungen müssen erstellt/bezogen, verteilt, eingeholt, kontrolliert und rückgesandt werden", heißt es im Antrag. Da teilweise Eltern mehrere Wochen benötigten, um sich zu erklären, komme das Nachhalten der Einwilligungen als Aufwand hinzu. "Zudem verschiebt sich hierdurch der Startpunkt der Aktion nach hinten", monieren die Grünen. Sie glauben, eine Widerspruchslösung würde den Prozess beschleunigen, da nicht gewartet werden müsste, bis die Einwilligungen aller Eltern vorliegen. Angesichts des derzeitigen Mangels an Erzieherinnen und Erziehern in München sei es jedoch noch wichtiger, die Kita-Leitung von diesem bürokratischen Aufwand zu befreien, damit diese sich ihrer eigentlichen Aufgabe widmen können: sich um die Mädchen und Buben zu kümmern.