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Neuhausen/Maxvorstadt:Schneller unterwegs

Mehr Platz: Die neue Buslinie soll auch die 20er-Tram entlasten.

(Foto: Stephan Rumpf)

Von Dezember an wird es eine direkte Busverbindung zwischen Neuhausen und der Maxvorstadt geben

Wer aus Neuhausen in die angrenzende Maxvorstadt will, muss Umwege mit der U-Bahn in Kauf nehmen und entweder am Hauptbahnhof oder am Sendlinger Tor umsteigen. Künftig wird es eine direkte Busverbindung zwischen den beiden großen Stadtvierteln geben. Spätestens zum Fahrplanwechsel im Dezember, vielleicht schon früher, verlängert die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die Buslinie 153 bis zur Donnersbergerbrücke. In Hauptverkehrszeiten soll sie später sogar als Verstärkung der 53er-Busses bis zum Harras fahren.

Der Bus 153 kommt vom Odeonsplatz, führt an der Ludwigs-Maximilian-Universität vorbei durch die Maxvorstadt und endet bislang am Hochschul-Campus an der Lothstraße. Die Verlängerung verschafft auch den Studierenden der Hochschule eine schnelle Anbindung an die U 1 sowie an die S-Bahn. Außerdem erhofft sich die MVG eine Entlastung innerstädtischer Strecken, zum Beispiel die der Tramlinie 20. Der Neuhauser Bezirksausschuss begrüßt das neue Angebot, zumal die MVG "alle unsere Bedenken berücksichtigt hat", sagte Gudrun Piesczek (CSU), die den Unterausschuss Verkehr leitet.

Nicht zu vermeiden allerdings: Für jede Haltestelle fallen drei bis vier Parkplätze weg, an der Ecke Nymphenburger -/Loth-straße sind es sogar acht, "damit der Bus dort um die Kurve kommt". Die Sperrung für Autos an der Hochschule bleibt bestehen, so Piesczek, der Busfahrer kann die Schranken dort selbst öffnen und schließen. Der 153er-Bus überquert die Dachauer Straße, hält am Personaleingang des Deutschen Herzzentrums, biegt dann von der Lothstraße in die Nymphenburger Straße ein, in der er direkt am U-Bahneingang Maillingerstraße stoppt. Hier oder am Rotkreuzplatz können Fahrgäste in die U 1 umsteigen, an der Donnersbergerbrücke in die S-Bahnen.

In der Gegenrichtung fährt er von der Nymphenburger Straße über die Lazarett- und die Thorwaldsenstraße zurück in die Lothstraße. Einige Zuhörerinnen in der BA-Sitzung vernahmen das mit Schrecken, an der Thorwaldsenstraße liegt schließlich ein Kinderspielplatz, wendeten sie ein. "Tut mir leid, wenn das hart klingt", erwiderte Piesczek, "aber überall in der Stadt passieren Busse Kindergärten, Schulen und Kinderspielplätze". Schließlich sei das keine Fußgängerzone, sondern eine Straße, auch Autos fahren an dem Spielplatz vorbei. Der BA nahm sich dennoch vor, ein Auge auf die Situation in der Thorwaldsenstraße zu haben, wenn der Bus dort durchrollt. Außerdem wurde die MVG gebeten, eine Infoveranstaltung zum neuen Angebot für die Bürger im Stadtviertel anzusetzen.

© SZ vom 28.03.2017
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