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Nahverkehr:Was sich für Pendler und Azubis ändert

Was bringt die M-Zone?

Die IsarCard kostet als Monatskarte in der M-Zone künftig 55,20 Euro. Also genau so viel, wie bisher für zwei der vier Innenraum-Ringe zu zahlen sind. Wer in der M-Zone unterwegs ist - und die zieht der MVV tariftechnisch bis Karlsfeld, Feldmoching, Feldkirchen, Haar, Ottobrunn, Taufkirchen, Höllriegelskreuth, Planegg, Harthaus, Aubing und Lochhausen -, kommt weiter fürs selbe Geld, aus 79,10 Euro für alle vier Innenraum-Ringe würden dann 55,20 Euro je Monat.

Wie sind die Tarife für Pendler?

Da muss man individuell rechnen, in seltenen Fällen wir es teurer (um maximal 18 Prozent), einige sparen künftig bis zu 30 Prozent. Ein paar Beispiele: Wer von ganz außen nach München pendelt, also etwa von Mainburg oder Buchbach (Tarif M+6, sprich: Gesamtnetz), darf sich zu Weihnachten 2019 vermutlich über einen Preisnachlass von knapp 6 Prozent freuen: Aus 2142 werden im Abo dann bei jährlicher Zahlung genau 2016 Euro. Wer von Grafing, Erdweg, Possenhofen oder Holzkirchen nach München (oder umgekehrt) pendelt und bisher im Jahresabo 1446 Euro ausgibt, überweist für den M+3-Tarif in Zukunft 1308 Euro (jährliche Zahlung).

Fahren Auszubildende günstiger?

Ganz klar: Ja. Richtig gut profitiert, wer bisher nur einen Ring im Innenraum für monatlich 38,60 (bis 14 Jahre) oder 41,40 Euro (ab 15 Jahre) nutzt, denn der fährt künftig fürs gleiche Geld in der gesamten M-Zone. Die Preisstaffel reicht bisher fürs Gesamtnetz bis 94,60 (bis 14) und 169,20 Euro (ab 15); nach der Reform werden das 92 beziehungsweise 159,30 Euro (im Jahresabo dann jeweils noch verbilligt). Preise also ähnlich, aber mehr Möglichkeiten.

Was sagt Pro Bahn?

Die ärgsten Klippen, so sagt Pro-Bahn-Sprecher Andreas Barth, seien beseitigt worden. Am meisten profitierten die Bewohner der Stadt München. Schwierig findet Barth aber, dass gerade Touristen bei den nun oftmals teureren Einzelfahrkarten immer noch mit zu vielen verschiedenen Wahlmöglichkeiten konfrontiert würden. Außerdem hat er noch eine konkrete Anregung: Die Stadt Garching mit dem Forschungszentrum hätte noch in die M-Zone integriert werden sollen.

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