Musiktheater:Der Kampf der Komponisten

Musiktheater: Mischt bei Mozarts Tod mit: Sopranistin Jennifer O'Loughlin.

Mischt bei Mozarts Tod mit: Sopranistin Jennifer O'Loughlin.

(Foto: Inge Schäffner)

Die letzte Premiere am Münchner Gärtnerplatztheater beendet auch die diesjährige Theatersaison: "Mozart muss sterben", ein Stück über den geheimnisvollen Tod des Ausnahmekomponisten.

Von Anastasia Klimovskaya

Die letzte Premiere im Gärtnerplatztheater beendet zugleich die diesjährige Theatersaison und gibt einen kleinen Vorgeschmack für die nächste Spielzeit. Mit "Mozart muss sterben" inszeniert der Intendant Josef E. Köpplinger ein Stück über den geheimnisvollen Tod Wolfgang Amadeus Mozarts, der mit jahrhundertealten Gerüchten umgeben ist.

Bereits im 18. Jahrhundert wurde über die wirklichen Ursachen des Todes des berühmten Komponisten viel spekuliert. Eine der bekanntesten Versionen hängt mit Mozarts Rivalen Antonio Salieri zusammen. Die Tätigkeit als Hofkapellmeister beim Kaiserlichen Hof in Wien brachte Salieri den Ruf des größten Konkurrenten Mozarts ein, besonders nachdem der Kaiser Joseph II. die beiden Komponisten zu einem Opernwettstreit aufgefordert hatte. In der Orangerie in Schönbrunn haben sie eine kurze, einaktige Oper aufgeführt, um herauszufinden, wer der bessere Komponist ist. Salieri sollte seinen Rivalen aus Neid und Missgunst beseitigt haben, weil er in dem Hallodri eine göttliche Genialität erkannte, die er für sich selbst vergebens erhoffte.

Diese Theorie erhob zuerst der russische Schriftsteller Alexander Puschkin mit seinem Versdrama "Mozart und Salieri" zur theatralen Legende, gefolgt von Peter Shaffer mit "Amadeus" und einem Oscar-gekrönten Film von Miloš Forman. Nun inszeniert Köpplinger mit "Mozart muss sterben" einen ungewöhnlichen Theaterabend, der die Musik von Mozart und Salieri vereint, feiert, gegenüberstellt. Das Stück wird vom Chor und Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz begleitet und unter der musikalischen Leitung von Anthony Bramall aufgeführt. Ricarda Regina Ludigkeit übernimmt für Köpplingers musiktheatrale Behauptung die Choreografie.

Mozart muss sterben, Premiere am Do., 29. Juli, 19.30 Uhr, Gärtnerplatztheater, Restkarten unter www.gaertnerplatztheater.de

© SZ vom 29.07.2021
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